Lehrerin klagt wegen Brustkrebs

Von: dpa
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Düsseldorf. Eine Berufsschullehrerin aus der Region Düsseldorf hat wegen ihrer Brustkrebs-Erkrankung das Land Nordrhein-Westfalen verklagt.

Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hatte am Montag zu verhandeln, ob es sich um eine Berufserkrankung handelt. Eine Entscheidung stand zunächst aus. In einer ersten Bewertung zeigte sich der Richter skeptisch hinsichtlich des Klage-Erfolgs.

Die Frau hatte etwa 25 Jahre am Berufsbildungszentrum Grevenbroich gearbeitet. Dass sie dann an Krebs erkrankte, führt die heute 52- Jährige unter anderem auf giftige Stoffe in Lebensmittel-Attrappen zurück, mit denen angehende Bäckereifachverkäufer im Unterricht üben. Auch habe sie Abgase aus der schuleigenen Autowerkstatt einatmen müssen, weil die Abzugsanlage kaputt gewesen sei.

Der an Diabetes leidende 17-jährige Sohn der Frau wertet seine Erkrankung ebenfalls als Folge der Schadstoffe. Diese seien während der Schwangerschaft und danach beim Stillen auf ihn übertragen worden. In einem weiteren Verfahren ging es um die Klage eines Witwers. Seine Frau hatte ebenso wie die 52-Jährige an der Berufsschule in Grevenbroich gearbeitet und war dann an Brustkrebs gestorben.

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