Osnabrück/Herzogenrath - Laserpioniere aus Herzogenrath erhalten Umweltpreis

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Laserpioniere aus Herzogenrath erhalten Umweltpreis

Von: dpa
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umweltpreis 2010
Die Träger des Deutschen Umweltpreises 2010 (von oben links): Edwin Büchter, Dr. Winfried Barkhausen, Dr. Rainer Grießhammer und Michail Gorbatschow.

Osnabrück/Herzogenrath. Der mit insgesamt 500.000 Euro dotierte Deutsche Umweltpreis geht in diesem Jahr unter anderem an zwei Laserpioniere in Nordrhein-Westfalen: die Gründer der Firma Clean-Lasersysteme aus Herzogenrath bei Aachen, Winfried Barkhausen und Edwin Büchter. Sie haben ein umweltschonendes Reinigungsverfahren für die Industrie mit einem Laser entwickelt.

Ausgezeichnet wird auch der Mitgeschäftsführer des Öko-Instituts Freiburg, Rainer Grießhammer. Einen Ehrenpreis für sein internationales Umweltschutzengagement erhält der ehemalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, teilte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Montag in Osnabrück mit.

Barkhausen und Büchter einerseits und Grießhammer andererseits bekommen jeweils 245.000 Euro; Gorbatschow 10.000 Euro. Die Preise verleiht Bundespräsident Christian Wulff am 31. Oktober in Bremen. Der Deutsche Umweltpreis wird seit 1993 jährlich vergeben und prämiert vorbildliche Leistungen im Umweltschutz.

Mit ihrem Laser-Reinigungsverfahren können die Ingenieure Barkhausen (51) und Büchter (41) Materialien oder Werkzeuge etwa im Auto- oder Flugzeugbau ohne gefährliche Chemikalien reinigen oder von Lacken befreien. So werde bei Reinigungsarbeiten der Energieverbrauch um bis zu 87 Prozent gesenkt. Außerdem entfielen giftige Reinigungsmittel als Abfall, würdigte die Umweltstiftung. Weltweit sind bereits etwa 200 Laser-Reinigungsgeräte der 1997 gegründeten Firma im Einsatz.

Die DBU würdigte den 57 Jahre alte Grießhammer als vielseitigen Vordenker, Forscher und Vermittler des Umweltschutzes und als „Leitfuchs des Öko-Instituts”. Er habe mit dafür gesorgt, dass es heute Ökobilanzen von Haushaltsgeräten, Kunststoffen oder Textilien gebe, mit denen Verbraucher leicht verschiedene Produkte anhand von ökologischen und wirtschaftlichen Kriterien miteinander vergleichen können.

Sein Verdienst sei es unter anderem auch, dass die Menschen in Deutschland kritischer mit Chemikalien umgingen. In Veröffentlichungen habe er praxistaugliche Vorschläge gemacht, wie jeder seine persönliche Klimabilanz verbessern könne.

Gorbatschow (79) verdanke Deutschland nicht nur die Einheit, stellte die DBU fest. Der Politiker habe sich auch stets für den Umweltschutz eingesetzt, etwa als Schirmherr für das „Grüne Band” entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze oder als Vorsitzender der Umweltschutzorganisation „Green Cross”. Gorbatschow ist der dritte Ehrenpreisträger des Deutschen Umweltpreises. Vor ihm bekamen Hannelore „Loki” Schmidt 2004 und der Ökologe und Tierfilmer Heinz Sielmann 2005 den Ehrenpreis.

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