Landesbetrieb rückt Schädlingsraupen auf den Pelz

Von: dpa
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Eichenprozessionsspinner
Auch 2011 wieder ein Thema: Der für den Menschen giftige Eichenprozessionsspinner breitet sich aus. Hier hängen Raupen in einem Nest auf einem Eichenstamm. Foto: ddp

Krefeld. Mit einer großen Sprühaktion im Rheinland geht das Land gegen die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners vor. Von Mitte April an futtern sich die Raupen wieder durch die Baumkronen.

Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau rücken ihnen deshalb in den kommenden Wochen auf den Pelz, denn die Gifthaare der Schädlingsraupen verursachen bei Mensch und Tier Allergien und Hautreizungen. Befallene Bäume würden mit einem Mittel besprüht, das die nur vier Zentimeter großen Raupen verhungern lässt. Wie Straßen.NRW mitteilte, sei das Mittel mit dem Wirkstoff Bazillus Thuringiensis für Menschen, andere Tiere und Pflanzen unschädlich.

Die Sprühaktion sei an allen Bundes- und Landstraßen in den Kreisen Heinsberg, Viersen, Kleve, Wesel, Mettmann und im Rhein- Kreis-Neuss geplant. Auch in Mönchengladbach, Düsseldorf und Krefeld sollen die Raupen bekämpft werden. Gesprüht werden könne nur bei trockenem Wetter. Dementsprechend seien die Sprühfahrzeuge an solchen Tagen von frühmorgens bis abends in Schrittgeschwindigkeit unterwegs, wie Straßen.NRW warnt.

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumatopoea processionea) war in Nordrhein-Westfalen gut 50 Jahre von der Bildfläche verschwunden. Im Jahr 2004 wurde der Forstschädling am Niederrhein wieder gesichtet. In Frühlingsnächten ziehen die Raupen in großen Gruppen prozessionsartig von ihren Nestern zu den Ästen von Eichen, wo sie über die jungen Blätter herfallen. Dabei richten sie große Schäden an. Im Sommer verpuppen sie sich in Gespinsten. Wenige Wochen später schlüpfen bräunliche Falter.

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