Land unter in der Region

Von: zva
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In der Region standen am Freitagabend viele Straßen unter Wasser. Foto: Ralf Roeger

Aachen/Jülich/Eschweiler. Schwere Unwetter haben am Freitagabend für Überschwemmungen in Stolberg, Eschweiler, Langerwehe, im Aachener Nordkreis, Aldenhoven und Jülich gesorgt. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Die Autobahn 44 stand zeitweise unter Wasser, der Verkehr kam kaum vorwärts. In vielen Ortschaften sind Straßen überflutet worden und Keller vollgelaufen.

Im Raum Jülich wurde die Feuerwehr komplett zur Bereitschaft in die Feuerwache beordert. Dort glühten bald nach dem ersten Wolkenbruch die Telefondrähte. Rund 150 Einsätze fuhren die Blauröcke, unterstützt von Kräften des Technischen Hilfswerks.

Das meiststrapazierte Bordwerkzeug waren Pumpen und Schläuche. In der Innenstadt waren rechts und links der Hauptdurchgangsstraße Keller voll Wasser gelaufen. Am Stadion und in Kirchberg entwurzelte der Sturm Bäume, vielerorts waren abgerissene Äste von den Straßen zu räumen.

Hiervon insbesondere betroffen war die Bundesstraße 56 in Höhe der Kreuzung zur Gereonstraße und der Straße „An der Vogelstange”. Hier gab es aufgrund der Regenmassen zeitweise kein Durchkommen.

Stärker betroffen war ebenfalls die Gemeinde Aldenhoven. Dort wurden etliche Wege in Minutenschnelle überschwemmt.

Für die Stolberger Feuerwehr begann nach 18 Uhr der größte Einsatz des laufenden Jahres. Unzählige Anrufe gingen auf der Wache an der Kesselschmiede ein, fünf Löschzüge leisteten Schwerstarbeit. Bis 22 Uhr verzeichnete die Wehr mehr als 80 Einsätze, ein Ende war aufgrund des wieder einsetzenden Niederschlages nicht in Sicht.

Nach starken Regenfällen sind in Eschweiler massive Schäden an zahlreichen Häusern und Straßen entstanden. „So etwas habe ich noch nie gesehen”, sagte Bürgermeister Rudi Bertram, der persönlich vom Unwetter betroffen ist. Denn das Eschweiler Rathaus wurde geflutet. Die Bücherei und das Bürgerbüro standen unter Wasser. Die Höhe des Schadens konnte noch nicht geschätzt werden. Insgesamt gab es 400 Einsätze für die Feuerwehr. „Einheiten aus dem ganzen Kreisgebiet und aus der Stadt Düren mussten uns unterstützen”, sagte Stefan Kaever, der Sprecher der Stadt Eschweiler.

In Langerwehe haben die heftigen Regenfälle die neue Ortsumgehung im Zuge der Bundesstraße 264 dermaßen unter Wasser gesetzt, dass die Polizei eine Sperrung verfügte. Auf der B264 in Langerwehe und im näheren Umkreis waren etwa 80 Feuerwehrleute im Einsatz, um den Fluten Herr zu werden.
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