Land investiert 43 Millionen Euro für Polizeifunk

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Düsseldorf/Münster. Auf dem zähen Weg zum abhörsicheren, digitalen Polizeifunk ist Nordrhein-Westfalen einen Schritt weiter.

Das Land investierte rund 43 Millionen Euro für 25.000 Digitalfunkgeräte und digitale Leitstellentechnik, wie das Innenministerium am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa mitteilte. „Das ist ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Einführung des Digitalfunks in Nordrhein-Westfalen”, erklärte Innenminister Ingo Wolf (FDP). Gewerkschaftsvertreter der Polizei hatten in den vergangenen Jahren immer wieder kritisiert, dass Deutschland mit der Funktechnik Schlusslicht in Europa sei.

Der Auftrag für Lieferung und Installation der digitalen Technik bei den polizeilichen Leitstellen wurde nun an die Firma „Thales” mit Sitz in Pforzheim vergeben, wie das Innenministerium mitteilte. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Leitstellen mit der neuen Technik ausgerüstet werden. Bei den Funkgeräten habe man sich für die in Münster ansässige Firma „Selectric Nachrichtensysteme” entschieden, die ein britisches Produkt vertreibt.

Deutschland hatte sich wie andere Länder im Schengener Abkommen von 1990 zum Digitalfunk verpflichtet. Die Technik soll den Wegfall der Grenzkontrollen in Europa ausgleichen. Die Umrüstung war zunächst zur Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 geplant. Wegen technischer Anlaufschwierigkeiten und Problemen bei der Auftragsvergabe hatte sich die Einführung aber immer wieder verzögert.

Der Digitalfunk soll bundesweit den Analogfunk ersetzen. Er soll abhörsicher sein, eine bessere Sprachqualität haben und auch Daten wie etwa Fotos digital übertragen. Allein in NRW rüsten 47 Kreis- und drei Landesbehörden der Polizei sowie 518 Feuerwehren und Hilfsorganisationen um. Das betrifft 26.000 Fahrzeuge und 80.000 Funkgeräte. Außerdem werden 40.000 Polizisten und mehr als 120.000 Mitarbeiter bei Feuerwehr, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen für den Digitalfunk fit gemacht.
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