Köln - Kunst in der U-Bahn: Sittiche und Geisterzug

Kunst in der U-Bahn: Sittiche und Geisterzug

Von: dpa
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Köln. Bunte Vögel und ein Geisterzug als unterirdische Kunst: Vier Künstler sollen mit ihren ungewöhnlichen Projekten neu entstehende Kölner U-Bahnhöfe in attraktive Unikate verwandeln.

Die Sieger des international ausgeschriebenen Wettbewerbs „Art goes Underground” sollten nicht bloß Haltestellen der neuen Kölner Nord- Süd Bahn dekorieren, betonte Jürgen Fenske, Vorstandssprecher der Kölner Verkehrs-Betrieb (KVB) am Dienstag. Es gehe um Kunst im öffentlichen Raum und Attraktivitätssteigerung in der Millionenstadt.

Die zwei Wiener Künstler Werner Reiterer und Heimo Zobernig, der Däne Tue Greenfort und die gebürtige Freiburgerin Katharina Grosse sind Gewinner des Wettbewerbs und haben sich mit ihren Arbeiten unter 222 Bewerbungen durchgesetzt, wie KVB und der Kölner Kulturdezernent Georg Quander am Dienstag mitteilten. Die derzeit gebaute Nord-Süd- Bahn der KVB mit acht U-Bahnstationen - vier davon sollen künstlerisch gestaltet werden - ist das derzeit größte U- Bahnbauvorhaben in Deutschland.

In Köln heimisch gewordene Halsbandsittiche stehen im Fokus der Arbeit des Dänen Greenfort. Er will Kameras in einem natürlichen Nest, einen Schlafbaum und einem künstlichen Nest installieren und die Vogel-Bilder live auf die Bahngleise übertragen. Kölner Karneval und diese bunten Vögel passten gut zusammen, meinte der in Berlin lebende Künstler am Dienstag.

Heimo Zobernig installiert demnächst ein großflächiges Relief. Katharina Grosse plant eine riesige abstrakte Wandmalerei mit gesprühter Farbe. Reiterer will in seiner ausgewählten akustischen Arbeit einen Geisterzug simulieren - mit Ansagen und Geräuschen aus

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