Aachen - Komplette Fassade in Flammen

Komplette Fassade in Flammen

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
Feuer AZ
Bei dem Brand einer Fassade wurde das ganze Wohnhaus massiv in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Roeger

Aachen. Die Rauchsäule war weithin sichtbar: Ein Haus, in der Nähe des Bahnhofs Rothe Erde, stand am Freitag fast völlig in Flammen. Ein Bewohner hatte um 15.58 Uhr das Feuer an der Außenfassade gemeldet, drei Minuten später waren die ersten Helfer zur Stelle.

Wie durch ein Wunder wurde lediglich eine Frau leicht verletzt, es bestand der Verdacht der Rauchgasinhalation. Die Feuerwehr rückte mit zwei Löschzügen und rund 50 Mann aus. Einsatzleiter Joachim Gronsfeld: „Das war schon heftig. Es war ein Glück, dass niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist.” Nach ersten Erkenntnissen ist das Feuer in einer Dämmschicht des Hauses an der Ecke Trierer Straße/Clermontstraße ausgebrochen.

Als die ersten Brandbekämpfer eintrafen, stand die hintere Außenfassade schon in voller Ausdehnung in Flammen, die durch die vor Hitze splitternden Fenster in das Treppenhaus und die Wohnungen in den drei Obergeschossen schlugen. Glücklicherweise befand sich bei der Ankunft der Wehr um 15.59 Uhr niemand mehr im Gebäude, die Bewohner hatten sich selbst in Sicherheit bringen können. Gronsfeld: „Die Flammen schlugen um die Ecke rum.” Mit Wasser aus einem B- und zwei C-Rohren rückten die Beamten dem Brand zu Leibe.

Eine 36-Jährige besuchte mit ihren Kindern einen Freund im Nachbarhaus, als sie das Knistern vernahm: „Wir dachten zuerst, da grillen sie. Dann haben wir aber gesehen, wie es loderte und haben im ganzen Haus geklingelt und gerufen: Alles raus.” Einschätzung ihrer fünfjährigen Tochter angesichts der total verrußten Ruine: „Die müssen ein neues Haus kaufen.” Hausbesitzerin Magda Hanott wurde ebenfalls angerufen, dass das Gebäude brenne. „Dann bin ich rein ins Taxi und hergekommen. Es sieht furchtbar aus.” Durch die Hitzeentwicklung ist sogar am Nachbarhaus noch Putz abgeplatzt. Auch das Dach des Anbaus im Erdgeschoss, der zu der Dart-Kneipe gehört, wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Der Schaden wird von der Feuerwehr auf 250.000 Euro beziffert. Das Haus ist momentan unbewohnbar, die beiden vom Feuer betroffenen Familien wollen am Wochenende bei Verwandten unterkommen, danach wird ihnen das Sozialamt eine Unterkunft verschaffen.
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