Köln - Kommissarische Leiterin könnte Kölner Oper übernehmen

Kommissarische Leiterin könnte Kölner Oper übernehmen

Von: dpa
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Köln. Die derzeitige kommissarische Leiterin der Kölner Oper, Birgit Meyer, könnte auch die künftige Intendantin werden.

Auf eine entsprechende Frage antwortete Kulturdezernent Georg Quander in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger” (Dienstag): „Möglicherweise. Wir suchen auf jeden Fall eine Lösung, die eine Kontinuität in der künstlerischen wie organisatorischen Planung garantiert.”

Meyer, eine gebürtige Kölnerin, hat zunächst Medizin studiert und als Ärztin gearbeitet. Nebenher studierte sie Theaterwissenschaften. 1992 begann sie als Dramaturgin in Innsbruck, später war sie für die Salzburger Festspiele tätig und wirkte als Chefdramaturgin an der Volksoper Wien. Seit der Spielzeit 2009/2010 ist sie Operndirektorin in Köln.

Ihr bisheriger Chef Uwe Eric Laufenberg war im Juni als Intendant fristlos entlassen worden, nachdem er seine Vorgesetzten in der Stadtverwaltung scharf angegriffen hatte. Ursache des Streits waren Finanzquerelen. Die im Vergleich zu anderen Städten sowieso nicht üppig ausgestattete Kölner Oper muss wegen der angespannten Haushaltslage der Stadt noch weiter sparen.

Zu Überlegungen über eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf sagte Quander, konkret seien Gespräche über den Tanz. „Da kommt die Deutsche Oper am Rhein in ein schwieriges Fahrwasser, weil Duisburg wohl weitgehend aus dem Tanz aussteigen wird.” Bisher kooperieren Düsseldorf und Duisburg.

„Was die Oper angeht, wünsche ich mir natürlich, dass Köln selbstständig bleiben kann”, sagte Quander. „Doch wenn es sowohl für Düsseldorf und Köln alleine nicht mehr reichen sollte, wäre ich für eine Fusion. Im Moment ist Köln schon an der Grenze angekommen.” Durch eine Fusion würden wohl keine Kosten gespart, möglicherweise könnten aber weitere Kostensteigerungen verhindert werden.

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