Köln - Kölnisches Stadtmuseum: Ausstellung zu Volksfrömmigkeit

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Kölnisches Stadtmuseum: Ausstellung zu Volksfrömmigkeit

Von: epd
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Köln. Das Kölnische Stadtmuseum zeigt von Samstag an Beispiele privater Frömmigkeit aus verschiedenen Jahrhunderten.

Unter dem Titel „Zu den Heiligen Drei Königen” gewähre die Schau Einblicke in das Kölner Wallfahrtswesen seit dem zwölften Jahrhundert, als die Reliquien der Heiligen Drei Könige die Stadt Köln zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte im spätmittelalterlichen Europa machten, kündigte die Stadt am Dienstag an. Bis 17. Mai sind in der Ausstellung unter anderem mittelalterliche Dreikönigszettel mit Gebeten und Bildern sowie Dreikönigssouvernirs und Andenken zu sehen.

Die Dreikönigszettel verhießen in verschiedenen Sprachen Sicherheit auf Reisen, Heilung von Fallsucht und Fieber, Befreiung von Zauberei und plötzlichem Tod. Letzterer Fall wäre katastrophal für den Pilger gewesen, denn ohne Erhalt der kirchlichen Sterbesakramente hätte er nach seinem Ableben für immer im Fegefeuer verharren müssen, erläuterten die Ausstellungsmacher. Die Ausstellung verdeutliche auch die sich wandelnde Frömmigkeitseinstellung des 19. Jahrhunderts, als an die Stelle der Schutzwirkung in zunehmendem Maße der Souvenir- und Andenken-Charakter trat.

Das Kölnische Stadtmuseum hat den Angaben nach eine Privatsammlung mit rund 100 grafischen Blättern aus dem 17. bis 20. Jahrhundert erhalten, dazu Kleinskulpturen, Medaillen, Siegelabdrucke und ein umfangreiches Konvolut an Postkarten. Die Sammlung gewähre Einblick in das Kölner Wallfahrtswesen, das mit dem Besuch von Papst Benedikt XVI. auf dem Weltjugendtag in Köln 2005 eine deutliche Wiederbelebung erfahren habe.

Das Kölnische Stadtmuseum ist dienstags von 10 bis 20 Uhr , mittwochs bis sonntags bis 17 Uhr und jeden ersten Donnerstag im Monat von 10 bis 22 Uhr geöffnet.
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