Kölner Drogenhändler erneut verurteilt

Von: ddp
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Köln. Einer der ehemals einflussreichsten Kölner Drogenhändler ist am Donnerstag vom Kölner Landgericht erneut wegen Rauschgiftgeschäften verurteilt worden.

Der 57-Jährige, der unter dem Spitznamen „Chappi” bekannt wurde, muss weitere fünf Jahre ins Gefängnis.

Der Vorsitzende Richter bescheinigte dem Angeklagten, von frühester Jugend an „mit steigender Energie” kriminell gewesen zu sein. Dies hatte 1994 schließlich zu einer Verurteilung zur Höchststrafe von 15 Jahren wegen Drogenhandels geführt. 2006 wurde der Mann vorzeitig entlassen, drei Jahre Reststrafe waren ihm auf Bewährung erlassen worden.

Bereits ein Jahr später geriet er erneut ins Visier der Fahnder, weil er sieben Kilogramm Amphetamine im Wert von 10.000 Euro verkauft haben soll. Einem V-Mann der Polizei versprach er Kokainlieferungen im ganz großen Stil. Allerdings kam das Geschäft nicht zustanden. „Schon die Absicht, wieder einzusteigen, ist strafbar”, hielt der Vorsitzende Richter dem inzwischen gesundheitlich stark angeschlagenen Ex-Drogenhändler vor. Aufgrund seiner zahlreichen chronischen Krankheiten durfte gegen ihn nur wenige Stunden am Tag verhandelt werden.

Eine von der Staatsanwaltschaft zunächst in Betracht gezogene Sicherungsverwahrung bleibt den Angeklagten erspart. Allerdings wird er nach der neuen Haftstrafe auch noch die drei Jahre absitzen müssen, die zunächst zur Bewährung ausgesetzt worden waren.
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