Köln: Fliegerbombe erfolgreich entschärft

Von: dpa
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Evakuierung nach Bombenfund in Köln
Bewohner eines Zentrums für Senioren und Behinderte werden nach einem Bombenfund am Donnerstag in Köln evakuiert. Insgesamt bis zu 6000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Gegen 16 Uhr soll die Bombe entschärft werden. Foto: dpa

Köln. Der Kampfmittelräumdienst hat eine 20-Zentner- Bombe in Köln-Riehl erfolgreich entschärft. Das teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Bis zu 6000 Menschen mussten wegen der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen.

Auch der Rhein wurde im Gefahrenbereich für die Schifffahrt vorübergehend gesperrt und der Luftraum über der Gefahrenzone eingeschränkt. Die Stadt Köln hatte rund 130 Mitarbeiter des Ordnungsdienstes eingesetzt, um die Menschen aus der Gefahrenzone zu evakuieren. Um 18.38 Uhr gab der Kampfmittelräumdienst Entwarnung.

In der Nähe der Fundstelle liegt auch ein großes Seniorenzentrum, in dem 1000 ältere Menschen und 100 Behinderte untergebracht sind. „Für 350 Senioren konnten wir kurzfristig einen Ausflug organisieren”, sagte Otto Ludorff, Vorsitzender der Sozial-Betriebe Köln (SBK). Die anderen Bewohner seien mit Bussen zum Messegelände Deutz gebracht worden, wo ein provisorisches Krankenlager eingerichtet wurde. Erkrankte Patienten wurden mit Krankentransporten in umliegende Krankenhäuser und weitere Einrichtungen der SBK gebracht.

Geschlossen blieb den ganzen Tag der Kölner Zoo. „Für die Tiere ist das alles kein Problem”, sagte Zoodirektor Theo Pagel. Gesperrt wurden zahlreiche Straßen in Köln-Riehl und die nördlichste Rheinbrücke Kölns. Einige Straßenbahn- und Buslinien fielen aus. Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch bei Bauarbeiten in der Nähe des Rheins gefunden worden.

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