Kleine Könige leisten Großes

Von: Sarah Maria Berners
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Sternsinger
Rund 1000 Sternsinger aus dem Bistum Aachen haben am Dienstag mit Weihbischof Johannes Bündgens einen Aussendungsgottesdienst zur 52. Aktion Dreikönigssingen im Aachener Dom gefeiert. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Hunderte kleine Könige mit edlen Gewändern und selbstgebastelten Kronen wuselten am Dienstag durch den Aachener Dom. Von Mittwoch an ziehen die Sternsinger in Dörfern und Städten von Haus zu Haus, um den Segen Christi weiter zu tragen, und um Spenden für gleichaltrige Kinder in Entwicklungsländern zu sammeln.

Rund eine halbe Millionen Sternsinger sind bis zum 6. Januar deutschlandweit unterwegs.„Die Sternsinger tragen den Segen der Weihnacht direkt in die Häuser”, sagte Weihbischof Johannes Bündgens die Sternsinger während des Aussendungsgottesdienstes. Vielerorts werden sie daher freudig erwartet. Die Sternsingeraktion gilt als die weltweit größte Initiative von Kindern für Kinder.

Mehr als eine Millionen Euro sammelten allein die Sternsinger aus dem Bistum Aachen während der letzten Aktion. Träger des Dreikönigsingens sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger” und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit 1959 gibt es diese Aktion. „Kinder finden neue Wege”, heißt das Motto in diesem Jahr. „Das Motto weckt die Hoffnung, dass Kinder auf der ganzen Welt neue Wege finden, um Ungerechtigkeit, Gewalt und Armut zu überwinden”, sagt Dr. Claus Wolf, Diözesanpräses des BDKJ in Aachen.

Für diese Ziele machen sich viele Kinder aus dem Aachener Bistum, aus Heinsberg, Krefeld, Viersen, Aachen, Düren, Eschweiler und Gladbach, stark. Bei Wind und Wetter machen sie sich auf den Weg. „Ich finde es gut, dass wir anderen Kindern helfen können. Die haben es ganz weit bis zu einer Schule. Und sauberes Wasser gibt es da auch nicht immer”, sagt Hanna (9) aus Düren/Derichsweiler. Genau wie sie haben sich auch die anderen Sternsinger gut auf die Aktion vorbereitet. „Wir schreiben ´20C+M+B+10´ auf die Türen”, erklärt Lucas (10) aus Eschweiler. „Die Buchstaben stehen aber nicht für Caspar, Melchior und Balthasar”, sagt er. „Das heißt Christus mansionem benedicat.” Und natürlich weiß Lucas auch, dass dieser Satz auf deutsch „Christus segne dieses Haus” bedeutet.

Von dem Erlös der Aktion können jährlich etwa 3000 Projekte in 100 Ländern unterstützt werden. Die Sternsinger sind gerne zusammen unterwegs, viele schätzen die Gemeinschaft, das gemeinsame Singen und den Spaß, den sie miteinander haben. Und schließlich gibt es für die Sternsinger fast an jedem Haus eine kleine Süßigkeit.

Übrigens: Sollten unter den königlichen Gewändern orange-farbene Schnürsenkel hervorblitzen, dann ist das kein Modetrend, sondern ein Teil der Aktion. „Komm, geh mit. Utub yoon bu bees.” steht auf den Schnürsenkeln geschrieben - einen Aufforderung an alle Menschen, sich den Sternsingern auf dem Weg gegen Ungerechtigkeit, Gewalt und Armut anzuschließen.
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