Düsseldorf/Aachen - Kita-Streik: Auch Aachen will Beiträge erstatten

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Kita-Streik: Auch Aachen will Beiträge erstatten

Von: mh/ddp
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Kita-Streik
Aachener Kinder demonstrieren mit ihren Eltern vor dem Rathaus. Foto: Steindl

Düsseldorf/Aachen. Mit einer Demo vor dem Aachener Rathaus gegen die fortdauernden Kita-Streiks haben rund 200 Eltern und Kinder am Mittwoch zumindest einen Teilerfolg erzielt.

Jetzt will auch die Stadt Aachen die Betroffenen für einen Monat von den Kindergartengebühren freistellen, die die Stadt trotz Streiks bislang nicht zurückerstatten wollte. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag hat die rot-grüne Mehrheit kurz vor der Ratssitzung gestellt. Auch der OB-Kandidat der CDU, Marcel Philipp, signalisierte die Zustimmung seiner Fraktion auf AZ-Anfrage im Vorfeld.

Damit folgt die Stadt dem Beispiel anderer Kommunen wie Eschweiler und Stolberg. „Wir wollen den Eltern, die vom Streik am meisten betroffen sind, damit entgegenkommen”, sagte Michael Rau, Fraktionssprecher der Grünen, am Nachmittag. Noch am Vormittag hatte Stadtdirektor Wolfgang Rombey entsprechende Forderungen der Eltern zurückgewiesen. Nach dem Gespräch mit den protestierenden Eltern am Rathaus - und anschließend mit SPD und Grünen - trage er den Vorstoß nun aber mit, sagte er der AZ.

Zeit zum Verschnaufen gibt es ab Donnerstag für tausende Eltern: Die Kita-Streiks werden in Nordrhein-Westfalen für gut einen Monat ausgesetzt. Der Juli solle für Aktionen und Diskussionen genutzt werden, kündigte ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt am Dienstagabend an. Zugleich drohte Schmidt mit einem Marathon-Streik „von 100 Wochen und mehr”.

Im August werde sich die Gewerkschaft in den Kommunalwahlkampf einschalten und die Politik in die Verantwortung für die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen nehmen.

Am Dienstag wurde die Geduld der Eltern in Nordrhein-Westfalen erneut auf die Probe gestellt. Landesweit legten nach ver.di-Angaben in mehr als 60 Städten rund 8800 Erzieherinnen kommunaler Kindertagesstätten sowie Sozialarbeiter die Arbeit nieder. Es war seit Mai bereits der 20. Streiktag in NRW. Am Mittwoch würden die Kita-Streiks in NRW fortgesetzt, sagte Verstegen.

Gestreikt wurde am Dienstag auch in vier anderen Bundesländern. Die Tarifverhandlungen für Erzieher und Sozialarbeiter waren am vergangenen Freitag ergebnislos abgebrochen worden. Der ver.di- Landesverband in NRW hatte am Dienstag beraten, wie es in und nach den Sommerferien weitergehen soll. Ver.di fordert ein höheres Einkommen und einen besseren Gesundheitsschutz für die Erzieher.
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