Aachen/Region - Kinderkliniken nicht von Schließung bedroht

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Kinderkliniken nicht von Schließung bedroht

Von: Angela Delonge
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Region. Mit Kinderheilkunde lässt sich kein Geld verdienen. Und doch sollen Eltern die nächstgelegene Kinderklinik in maximal 40 Minuten oder 30 Kilometern Entfernung erreichen können. Wie sieht es tatsächlich mit der stationären Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region aus?

Ist eine Kinderklinik für alle erreichbar? Droht auch bei uns wie in vielen Teilen Deutschlands die Schließung von Kinderstationen?

Keine Panik, lautet die Antwort. Drei Krankenhäuser in der Region haben zurzeit eine Station für Kinder- und Jugendmedizin: die Uniklinik Aachen, das St.-Marien-Hospital Düren und das Bethlehem-Gesundheitszentrum in Stolberg. Damit sei die zentrale Forderung des Aktionsbündnisses „Rettet die Kinderstation“ nach einem erreichbaren Krankenhaus für die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region erfüllt.

Und damit sei die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in einem erreichbaren Krankenhaus in der Region gut geregelt, sagt Jochen Scheel von der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland, einem Partner des Aktionsbündnisses. Keine der Kinderstationen sei seiner Ansicht nach in ihrer Existenz gefährdet.

Das St.-Marien-Hospital Düren, zentrale Betreuungsstelle zwischen Aachen und Köln für Kinder und Jugendliche, behandelt auf drei Kinderstationen pro Jahr 3500 junge Patienten stationär. Hinzu kommen 17 000 kleine Patienten, die dort ambulant versorgt werden. Eltern hätten es hier mit einer „guten, großen Kinderabteilung“ zu tun, sagt Jochen Scheel von der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland, einer der acht Partner des Aktionsbündnisses.

Im Stolberger Bethlehem-Gesundheitszentrum mit 3000 stationären und 15.000 ambulanten jungen Patienten im Jahr sieht Scheel eine „gute, mittelgroße Kinderabteilung“ gegeben. Die „Spitzenversorgung“ in der stationären Versorgung von Kindern und Jugendlichen leiste schließlich die Uniklinik Aachen mit Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie. 4678 stationäre Patienten werden hier laut Qualitätsbericht im Jahr behandelt.

Kinderkliniken und Kinderabteilungen in Krankenhäusern in Deutschland sind zunehmend von Schließung bedroht. Grund für die aktuelle Problematik vieler Krankenhäuser sind die Finanzen: Die stationäre Kinderheilkunde muss Ärzte aller Fachrichtungen vorhalten, gleichzeitig sind nur ein Fünftel der medizinischen Leistungen planbar, da die Notfallquote bei über 50 Prozent liegt. Immer weniger Kliniken sind bereit und in der Lage, diese Kosten zu tragen.

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