Katholikenrat begrüßt Aufarbeitungsbemühungen

Von: red
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Aachen. Der Katholikenrat Aachen-Stadt begrüßt ausdrücklich die beiden von der Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Forschungsprojekte zur Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich.

„Der Vertrauensverlust der katholischen Kirche, der sich unter anderem in den erdrutschartigen Austrittszahlen dokumentiert, fordert dringend vertrauensbildende Maßnahmen”, heißt es in einer Stellungnahme des Katholikenrates. Es sei daher an der Zeit, die innerkirchlichen Probleme auf der Höhe der Zeit und transparent in Angriff zu nehmen.

In dem von Holger Brantin und Anita Zucketto-Debour unterzeichneten Schreiben werden „tabuisierte Fragestellungen und Ämterdünkel” kritisiert, wie sie vom Herzogenrather „Pfarrer Guido Rodheudt und seinem reaktionär orientierten Priester-Netzwerk eingefordert werden”. Diese seien „absolut kontraproduktiv”. Denn eine deutliche Mehrheit „aller getauften Katholiken, aller ehren- wie hauptamtlichen Mitarbeiter der katholischen Kirche wünscht sich eine Kirche, in der Probleme sach- und fachgerecht angegangen werden”.

Das kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen ist beauftragt, belastbare Zahlen zu erheben, „die gerade den Generalverdacht, unter den in der Öffentlichkeit alle Zölibatäre geraten zu sein scheinen, entkräften” sollen. „Nur, wenn wir genaue Zahlen zu den Tätertypen pädophile oder hebephile Männer und Ersatzhandlungstäter haben, können hier sinnvolle Rückschlüsse gezogen werden”, glaubt das katholische Laiengremium.

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