Aachen - Karlspreis für die Jugend geht an Schülerprojekt

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Karlspreis für die Jugend geht an Schülerprojekt

Von: dpa
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Jugendkarlspreis
Sascha Emrich als Vertreter der Berufsbildenden Schule Bad Kreuznach zeigt in Aachen den Jugendkarlspreis. Sieger beim Jugendkarlspreis 2010 ist ein deutsches Schülerprojekt. Karlspreisstiftung und Europaparlament zeichneten die Berufsbildende Schule Bad Kreuznach für ihren „Zug für Europa” aus. Foto: dpa

Aachen. Sieger beim Jugendkarlspreis 2010 ist ein deutsches Schülerprojekt. Karlspreisstiftung und Europaparlament zeichneten am Dienstag in Aachen die Berufsbildende Schule Bad Kreuznach für ihr Projekt „Zug für Europa” aus.

1500 Auszubildende aus 24 berufsbildenden Schulen in Europa konstruierten und bauten eine Präzisions-Lokomotive im Spielzeugformat und eigene Waggons. Zweiter Preisträger ist ein Literaturprojekt aus Irland. Den dritten Platz belegt Bulgarien mit einem Leistungswettbewerb für Techniker. Der Jugendkarlspreis ist als Wettbewerb angelegt und mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

Zu der Feier waren Vertreter aller nationalen Sieger eingeladen. Der europäische Parlamentspräsident Jerzy Buzek sagte: „Von Euch wird die Zukunft Europas abhängen.” Sascha Emrich (20), der den Preis für die Sieger entgegennahm, erinnerte sich an seine Bedenken vor Projektstart: „Ich hatte gedacht, dass das komplizierter ist.” Aber zum Schluss sei selbst die Sprache kein Thema mehr gewesen.

Beim „Zug für Europa” entwickelten und bauten europäische Schüler in einem Netzwerk mit computergestützter CNC-Technik arbeitsteilig die Lok-Einzelteile und setzten sie dann zusammen. Anschließend konstruierten die Ländergruppen Waggons mit nationalen Merkmalen wie Eiffelturm, VW Käfer oder Mozartkugeln. Die große Herausforderung des dreijährigen Projekts war eine kompatible Technik. Der Zug sei wie eine Kette und damit auch wie Europa, sagte Emrich: „Die Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied.”

Zweiter Sieger ist das irische Buchprojekt „You are here” über das Leben junger Europäer, die in einem fremden europäischen Land arbeiten. Alle beschriebenen Menschen sind so jung, dass sie den Mauerfall nur aus Büchern kennen. Für sie gilt Reisen und Leben ohne Grenzen uneingeschränkt.

Der dritte Preisträger aus Bulgarien, „Leistungswettbewerb für Techniker”, hat 21 Teilnehmer aus elf europäischen Ländern zusammengebracht. In fünf multinationalen Teams mussten sie jeweils einen mit alternativen Energien betriebenen Roboter für die Abfallwirtschaft konstruieren und bauen. Wegen der Aschewolke aus Island saßen die Preisträger fest und konnten in Aachen nicht dabeisein.

An dem Wettbewerb hatten insgesamt über 200 Projekte aus den 27 Mitgliedsländern teilgenommen. Alle nationalen Sieger waren zur Preisverleihung in Aachen eingeladen. Die Gewinner waren bis zum letzten Moment Geheimsache.

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