Radarfallen Blitzen Freisteller

In NRW wird weniger gemordet

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf. Langeweile bei Derrick, Schimanski und Co.: Die Zahl der Morde ist in Nordrhein-Westfalen auf einen historischen Tiefstand gesunken. Im vergangenen Jahr zählten die Ermittler 55 Tote durch Mord und 44 durch Totschlag - insgesamt 17 weniger als im Vorjahr.

Das geht aus der am Mittwoch von NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) in Düsseldorf vorgestellten Kriminalstatistik hervor. Insgesamt zählten die Ermittler im vergangenen Jahr 359 versuchte und vollendete Mord- und Totschlagsfälle - 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Zahl aller registrierten Straftaten stieg 2009 leicht um 0,4 Prozent auf 1,46 Millionen. Während Sexualverbrechen, Betrügereien und Wohnungseinbrüche zunahmen, sanken die Auto-Diebstähle und die Jugend-Kriminalität. Die Gewalt-Kriminalität insgesamt stagnierte. Einen deutlichen Anstieg gab es dagegen bei den schweren Sexualverbrechen wie Vergewaltigung und schwere sexuelle Nötigung.

Mit 1730 Taten wurden 4,7 Prozent mehr festgestellt als im Jahr zuvor. Während die Zahl der Diebstähle auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren sank, kletterte die der Wohnungseinbrüche um 8,1 Prozent auf über 25.000. Dagegen ließen die Diebe die Finger von Autos: 7570 Wagen wurden gestohlen - gegenüber 2005 ein Rückgang von 34 Prozent. Einen kräftigen Anstieg gab es beim Betrug. 13 Prozent mehr Fälle - insgesamt 223400 zählten die Ermittler. Mehr als verdoppelt hat sich im Vergleich zum Vorjahr der Betrug im Internet mit 54.900 Fällen.

Die Homepage wurde aktualisiert