In Köln demonstrieren Hunderte Hebammen

Von: dpa/ddp
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Köln/Düsseldorf. Hunderte Hebammen haben in Köln gegen niedrige Gehälter und gegen steigende Prämien für die Haftpflichtversicherung demonstriert.

Mehrere hundert freiberufliche Hebammen haben standen vor dem Dom und warnten vor einem Verschwinden ihres Berufs. Sie schwenkten Transparente mit Sprüchen wie „Der Pleitegeier kreist über uns” oder „Früher halfen Hebammen - jetzt brauchen Hebammen Hilfe”. Nach Polizeiangaben verliefen die Proteste friedlich. Initiator der Proteste ist der 3300 Mitglieder starke NRW-Landesverband der Hebammen. Freiberuflich tätige Hebammen erhalten für einen Hausbesuch am Wochenbett laut Verband 26,52 Euro.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte den Hebammen Hilfe zu: „Die Arbeit der Hebammen ist uns außerordentlich wichtig, deshalb kümmern wir uns auch um ordentliche Rahmenbedingungen für diese Berufsgruppe. So unterstützen wir die Forderungen der Hebammen nach angemessener Bezahlung ausdrücklich.” Er habe großes Verständnis für die Proteste der Hebammen wegen der steigenden Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung habe.

Laut Deutschem Hebammenverband werden die Prämien von Juli an auf rund 3700 Euro jährlich steigen. Noch im Jahr 1992 betrug die Haftpflichtprämie 172 Mark. Minister Laumann betonte außerdem, dass die Privatgebührenordnung in Nordrhein-Westfalen für selbstzahlende Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen angepasst werden soll.

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