In Eupen zu Top-Managern weiterbilden

Von: Axel Borrenkott
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Eupen. Vier Sprachen, drei Hochschulen, zwei Länder, ein Standort. In Eupen können sich Führungskräfte (nicht nur) der Region ab September zu internationalen, multilingualen Top-Managern weiterbilden.

Die Universitäten von Lüttich und Hasselt sowie die FH Aachen führen ihre Wirtschafts-Kompetenzen in einem exklusiven Masterstudiengang zusammen: Open Borders MBA. Am Donnerstag wurde das ambitionierte Projekt in der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens feierlich vorgestellt.

Das zweijährige nebenberufliche Programm dieses MBA (Master of Business Administration, soviel wie: Management Studium) sieht auf den ersten Blick kaum anders aus als all die vielen MBA, die mittlerweile auf dem Weiterbildungsmarkt konkurrieren: Finanzierung, Marketing, Recht, Strategie, Personalführung.

Das Besondere ist die durch Viersprachigkeit, fließend Englisch ist Voraussetzung, untermauerte internationale Orientierung. Wer einen der 15 Plätze je MBA-Kurs à 15.000 Euro besetzen will, muss bereits einen Mastergrad erworben und drei Jahre Leitungserfahrung haben.

Die beteiligten Hochschulen betonen, es sei „da echt etwas ganz Neues geschaffen worden, was es so noch nicht gibt”, wie Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, sagte. „Globales Denken in lokaler Umgebung ist eine reizvolle Aufgabe”, fügte Norbert Janz an, der Wirtschafts-Dekan der FH.

Ein „High Level”-Unternehmen in der Euregio also, wie es am Donnerstag in der DG ein ums andere Mal hieß. „Ein einzigartiges Projekt für die Wirtschaft”, schwärmte der Ministerpräsident der DG, Karl-Heinz Lambertz, der naturgemäß stolz ist, dieses „große Experiment in der Kleinstadt Eupen” beherbergen zu können. Übergangsweise in Räumen der DG, ab 2014 plangemäß in dem dann umgebauten ehemaligen Kloster Heidberg in Bahnhofsnähe.

Interessenten für den ersten Jahrgang ab September soll es auch schon geben, Belgier allesamt. Das Marketing auf deutscher Seite fange jetzt erst an. Die Uni Maastricht hat übrigens zunächst einmal abgewunken, ergab eine Nachfrage, weil ihr eigener MBA zur Wiederakkreditierung ansteht und man dies nicht durch eigene Konkurrenz gefährden wolle.
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