Herzogenrath - Hyballas Weg raus aus dem Untergrund

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Hyballas Weg raus aus dem Untergrund

Von: Holger Richter
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Große Gesprächsrunde bei „Time
Große Gesprächsrunde bei „Time 2 Talk”: Die Moderatoren Achim Kaiser (links) und Bernd Büttgens (rechts) analysieren mit den Alemannen Zoltan Stieber, Peter Hyballa, Christian Schmidt, David Hohs und Thomas Stehle (von links) die Lage beim Aachener Fußball-Zweitligisten. Foto: Martin Ratajczak

Herzogenrath. Gänsehaut habe er schon gehabt nach der Pokalsensation gegen Mainz 05, räumte Alemannias Cheftrainer Peter Hyballa am Dienstagabend bei „Time 2 Talk” ein. Kein Wunder, eigentlich.

„Schließlich habe ich vorher jahrelang im Untergrund gearbeitet. Und bei Jugendspielen vor 15 Rentnern, drei Katzen und vier Hunden gibt es so etwas ja gar nicht”, beschrieb der 34-Jährige seine Gefühle, als nach dem 2:1-Sieg über den Bundesliga-Tabellenführer die Aachener Fans „Wir wollen den Trainer sehen” skandierten.

Etwas mehr als 15 Rentner, drei Katzen und vier Hunde waren auch zur Alemannia-Gesprächsrunde der „Nachrichten” in den pickepackevollen Sportpark Kohlscheid gekommen, um zu hören, wie Hyballa, sein Torwarttrainer Christian Schmidt, Torhüter David Hohs, Flügelstürmer Zoltan Stieber und Abwehrroutinier Thomas Stehle die jüngste Erfolgsserie des Aachener Fußball-Zweitligisten - sieben Pflichtspiele ohne Niederlage in Folge - erklären.

„Spielerisch waren wir vom ersten Spieltag an zufrieden”, sagte Hyballa im Gespräch mit den Moderatoren Bernd Büttgens und Achim Kaiser, auch wenn in den ersten vier Spielen noch kein Sieg dabei heraussprang. Der Knackpunkt sei das Spiel beim FSV Frankfurt gewesen, das man nach einem 0:1-Rückstand noch gewonnen habe. „Aber wir sollten jetzt nicht durchdrehen, das wäre eine schlechte Basis”, sagte der Trainer angesichts des neunten Tabellenplatzes mit 16 gesammelten Punkten.

Sehr routiniert

Sehr routiniert präsentierte sich ebenfalls Torwart David Hohs. „Bei den Zweitligaspielen bin ich eigentlich nicht sehr nervös”, sagte der 22-Jährige, der seit Saisonbeginn Aachens Nummer 1 ist. „Aber das Pokalspiel gegen Mainz war natürlich schon etwas Besonderes - vor so vielen Zuschauern gegen so einen guten Gegner.”

Diesen Eindruck von dem jungen Torhüter bestätigte auch Christian Schmidt. Der Torwarttrainer, der als Spieler bereits beim Zweitligaaufstieg 1999 dabei war, ist derzeit der dienstälteste Alemanne. Ihm mache es Spaß, mit den vielen 20-, 21- und 22-jährigen Spielern auf dem Platz rumzuturnen. „Aber daran merkt man auch, dass man älter wird”, sagte er mit einem Augenzwinkern.

Zu diesen jungen Spielern gehört auch Zoltan Stieber, der mit vier Toren und sechs Vorlagen für Furore gesorgt hat. „Natürlich wäre es ein Traum, einmal in der Bundesliga zu spielen, aber ich fühle mich wohl in Aachen. Und das ist sehr wichtig für mich”, sagte er zu einem möglichen Interesse eines Erstligaklubs.

Thomas Stehle hingegen ist froh, dass er nach seiner schweren Knieverletzung und 15-monatiger Zwangspause wieder beschwerdefrei spielen kann. „Aber ich habe auch hart gearbeitet dafür”, sagte der 30-Jährige, der seit sieben Jahren am Tivoli spielt und glaubt: „In dieser Saison hat der Kader das Potenzial, noch mehr zu erreichen.”
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