Aachen - Holi Gaudy: 5200 Teilnehmer tanzen im Farbenmeer

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Holi Gaudy: 5200 Teilnehmer tanzen im Farbenmeer

Von: Daniela Martinak
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Jeweils zur vollen Stunde, zählen die Feierwütigen auf dem Bendplatz den Cowntdown zur nächsten Farb-Attacke. Beim ersten Aachener Holi-Colour-Festival steht der Bendplatz mächtig unter buntem Dampf. Foto: Daniela Martinak

Aachen. Ein bunter Nebel schwebt bereits über dem Aachener Bendplatz, als die 23-jährige Carina aus Heinsberg am Samstag ankommt. Um elf Uhr haben bereits die ersten Besucher des Holi-Colour-Festivals rote, grüne, blaue und gelbe Farbbeutel in die Luft geschmissen. „Time to get painted!“, kreischen die Mädels aus Heinsberg, Zeit, bunt zu werden, und stürzen sich in das Meer der Farben.

„Das spektakuläre, indische Fest für alle von 16 bis 99 Jahre“, wirbt der Organisator auf der Internetseite. Obwohl die Veranstaltung, die zum ersten Mal in Aachen stattfindet, eher von jungen Leuten angenommen wird: Auf dem Aachener Bendplatz tanzen 5200 zu Elektromusik. „Auch hier scheint Bedarf an dem Spaß zu bestehen“, sagt Ulf Steinecke, der Veranstalter. „Wir haben uns das Konzept abgeschaut“, gibt er zu, „sind aber selbst total begeistert. Es ist mal was anderes, eine Veranstaltung über Tag, bei der man sich so richtig einsauen kann. Darauf steht die Masse.“ Die verläuft sich jedoch leider etwas auf dem großen Gelände.

Von indischen Holi-Festen inspiriert, gibt es weltweit immer mehr Veranstaltungen dieser Art. Die Herkunft des Festes ist den meisten in Aachen schlichtweg egal. „Hat irgendwas mit Indien zu tun“, vermuten einige Besucher richtig.„Klingt auf jeden Fall nach Urlaub!“, und das reicht den Feierwütigen. 

Inzwischen dämmert es bereits. Carina und ihre Freunde werfen immer noch buntes Pulver in die Luft. „Das ist es uns wert“, unterstreichen sie. Mit dem Ticket für 30 Euro ist es nicht getan: Ein Farbbeutel ist im Eintrittspreis inbegriffen, jeder weitere kostet zwei Euro. Die Farbwolken des Holi-Pulvers schmücken den Abend-Himmel.

Die DJs drücken immer noch ihre Zauberknöpfe und zählen jeweils zur vollen Stunde den Countdown zur nächsten Farb-Attacke. Anders, als bei den vergangenen Festivals, nachdem tagelang Beschwerden über die nicht mehr auswaschbare Farbe eingingen, sei  das Holi-Pulver in Aachen laut Veranstalter völlig unbedenklich – und dafür zertifiziert. „Wir benutzen Talcum. Nicht Maispulver. Bei uns braucht sich niemand Sorgen zu machen, dass das Zeug nicht mehr aus den Klamotten rausgeht oder die Haare direkt mitfärbt“, versichert Steinecke. Denn das farbige, abbaubare Mikro-Konfetti bestehe durchweg aus mineralischen Rohstoffen. Dennoch warnt er: „Menschen mit Allergien, Asthma oder Kontaktlinsenträger sollten vorsichtig sein – und einen Mund- oder Nasenschutz tragen.“

Tatsächlich tragen die meisten der inzwischen kunterbunten Tänzer einen Mundschutz. Auch Kopfbedeckungen und Sonnenbrillen lassen alle gleich aussehen, was nebenbei dem Sinn des Holi-Festivals entspricht. „Sicher ist sicher“, sagt Carina.

Um 22 Uhr ist der Spaß vorbei. Ebbe im Meer der Farben. Und damit die öffentlichen Verkehrsmittel nicht auch aussehen, wie im Regenbogenland, verteilen die Mitarbeiter Regenponchos, und Duschen stehen auch zur Verfügung.  Beides wird rege genutzt.

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