Aachen - Holi-Festival: „Aachen passt ganz genau in unser Beuteschema!“

Holi-Festival: „Aachen passt ganz genau in unser Beuteschema!“

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So sah es vor wenigen Wochen in Leverkusen aus, und so ähnlich wird es am 5. Juli in Aachen sein: Zu jeder vollen Stunde bedeckt das bunte Farbpulver die Menschen, die auf diese farbenfrohe Art gerne feiern. Foto: CMD
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Er garantiert ein sicheres Konzept bis ins farbliche Detail: Veranstalter Ulf Steinecke.

Aachen. Sie sind bunt, laut und zeugen von ausgelassener Stimmung. Die Rede ist von den zahlreichen Holi-Festivals, die durch Deutschland und die Welt touren. Auch in Aachen hält am 5. Juli das bunte Treiben mit der Holi Gaudy wieder Einzug auf dem Bendplatz und tausende Menschen werden gemeinsam feiern.

Die Premiere für Aachen gab es hier im vergangenen Jahr. Studierende der FH Aachen im Studiengang Communication and Multimedia Design (CMD) sprachen mit dem Veranstalter Ulf Steinecke.

Was macht Aachen als Veranstaltungsort für die Holi Gaudy besonders attraktiv?

Steinecke: Aachen ist für uns attraktiv, da es eine Studentenstadt ist und mit knapp 250 000 Einwohnern ganz genau in unser Beuteschema passt. Zudem gibt es in Aachen kaum Open-Air-Flächen, daher sind die Leute hier etwas ausgehungerter, was Festivals angeht. Es war relativ aufwendig, die Stadt davon zu überzeugen, dass wir die Holi Gaudy auf dem Bendplatz veranstalten dürfen, doch rückblickend ist es letztes Jahr gut abgelaufen und wir haben von allen Seiten bestätigt bekommen, dass es gut organisiert war und wir uns an alle Auflagen gehalten haben. Deswegen dürfen wir auch dieses Jahr wiederkommen.

Letztes Jahr feierten zahlreiche Besucher bei teilweise starkem Regen auf dem Bendplatz. Was sind Ihre Erwartungen für die diesjährige Holi Gaudy in Aachen und glauben Sie, dass Ihre Eventreihe weiterhin gut ankommt?

Steinecke: Wir rechnen in diesem Jahr mit etwa 3000 Besuchern auf dem Bendplatz. Letztes Jahr gab es kurzzeitig einen Schauer, aber auch das ist bei Holis relativ problemfrei. Selbst wenn es durchgehend regnet, wird das Ganze zu einer Farb- und Wasserschlacht. Die Leute haben sogar noch mehr Spaß, weil alle noch eingesauter sind.

Haben Sie Änderungen oder Neuerungen im Programm, um die Besucher zu überraschen?

Steinecke: Wir haben viele Überraschungen geplant. Das ganze Line-Up wurde geändert. Die Jungs, die letztes Jahr mit Abstand am besten ankamen, das sind vor allem Homeaffairs, Cuebrick und auch Capster, sind jetzt unsere absoluten Zugpferde. Wir haben einige special Effects mit dem Publikum geplant und wir werden den Aufbau verändern. Dadurch, dass wir dieses Jahr stark von unserem Präsentator RTL 2 unterstützt werden, werden auch einige Fernsehfilme direkt auf den Holis gedreht. Es wird also viel geboten.

Letztes Jahr sagten Sie, dass es der Masse gefalle, „sich einmal einen ganzen Tag richtig einzusauen“. Macht das für Sie die Faszination Holi Festival aus?

Steinecke: Unbedingt! Es ist dieses Spiel mit den Farben. Die Leute sehen mit jeder Stunde bunter und eingesauter aus. Einfach ein tolles Party Event!

Auch die Aussage „Holi Gaudy, das ist etwas zwischen Woodstock und Loveparade“ stammt von Ihnen. Beides Festivals, die ebenfalls fasziniert haben, doch mit der Loveparade verbindet man seit 2010 auch den schlimmen Unglücksfall. Wie wichtig ist Ihnen das Thema Sicherheit auf dem Festivalgelände?

Steinecke: Sehr wichtig! Seitdem die Sachen in Duisburg vorgefallen sind, führen die ganzen Ordnungsämter viel intensiver die Prüfungen durch. Bei uns wird automatisch ein Sicherheitskonzept erstellt, in dem alles im Detail besprochen wird. Um aber noch einmal auf meine Aussage zurückzukommen, ich habe das mit der Loveparade auch deswegen gesagt, weil ich früher immer gern dorthin gegangen bin. Die Leute sind gut drauf, es gibt keine Schlägereien und alle sind friedlich. Das ist auch bei den Holi-Festivals so, zumindest bei unseren. Es gibt keinen, der sich daneben benimmt. Ein schönes, fröhliches, farbenfrohes Fest.

Nicht nur Menschenmassen können gefährlich werden, es kommen auch immer wieder Diskussionen über das Farbpulver auf. Ist das von Ihnen benutzte Farbpulver sicher und unbedenklich?

Steinecke: Wir benutzen drei verschiedene Farbpulver und komischerweise wird in jedem Bundesland ein anderes gewünscht (lacht). Es ging den ganzen Herbst darum, dass neue Zertifikate gemacht werden mussten und bei uns wurde alles noch einmal getestet und von Laboren bestätigt. Auch die Landes- und Veterinärämter wurden mit eingeschaltet. Deswegen sind die Pulver diesmal noch sicherer als im letzten Jahr.

Viele Besucher werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Ihrer Veranstaltung kommen. Haben Sie hierfür bezüglich Verschmutzung durch das Farbpulver Vorkehrungen getroffen?

Steinecke: Wir bieten auf dem Gelände Regenponchos an und wir möchten auch alle bitten, darauf zu achten, dass sie die öffentlichen Verkehrsmittel nicht verschmutzen oder in Mitleidenschaft ziehen. Wir postieren Personal an die Bahn- und Busstationen, um die Besucher mit Laubbläsern abzublasen. Zudem gibt es auf unseren Festivals immer Duschen. Ganz wichtig ist auch, dass bei uns weder Farbpulver von außen mitgebracht werden darf, da unser Pulver zertifiziert ist, noch darf man unser Pulver vom Festivalgelände mitnehmen. Uns ist es vor allem wichtig, dass der Rest der Stadt nicht unnötig verschmutzt wird. Daher ist meine Bitte an alle Festivalbesucher: Benehmt euch anständig, auch außerhalb des Festivalgeländes, damit wir auch in den nächsten Jahren wiederkommen dürfen.

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