Hohe Haftstrafen für Betreiber eines Drogenlabors

Von: dpa
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Köln. Zu Haftstrafen von bis zu sieben Jahren sind vier Männer verurteilt worden, die in einer Kölner Gartenlaube ein Labor zur Amphetamin-Herstellung betrieben hatten.

Die Bande hatte in ihrer Drogenküche fünf Kilo Amphetamine hergestellt und wollte insgesamt auf eine Drogen-Produktion im Schwarzmarktwert von bis zu 300.000 Euro kommen.

Das Quartett war aufgeflogen, weil die Männer monatelang von der Polizei observiert worden waren. Die beiden Drahtzieher verurteilte das Kölner Landgericht am Montag zu jeweils sieben Jahren Haft.

Die beiden Männer hatten sich in der in der Justizvollzugsanstalt Wuppertal kennengelernt. Dort erlangten sie erste Erkenntnisse zur Drogen-Herstellung durch Chemiefachbücher aus der Gefängnis-Bibliothek. An Insider-Wissen kamen sie durch einen Mitgefangenen, der bei einem großen Chemiekonzern beschäftigt war und wegen Steuerhinterziehung einsaß.

Nach ihrer Haftentlassung richteten die beiden Männer, unterstützt von zwei Komplizen, zunächst ein Drogenlabor im Bergischen Land ein, das jedoch abbrannte. Danach wechselte die Bande in die Kölner Gartenlaube.

Die beiden Komplizen kamen mit einer vierjährigen Haftstrafe und einer zweijährigen Bewährungsstrafe davon. Zugunsten der vier Angeklagten wurden ihre umfassenden Geständnisse gewertet.

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