Geilenkirchen/Kreis Heinsberg - Hilfe aus der Region kommt ins Rollen

Hilfe aus der Region kommt ins Rollen

Letzte Aktualisierung:
5670895.jpg
Geilenkirchen/Kreis Heinsberg. Seit Tagen zeigen dramatische Bilder in den Medien das erschreckende Ausmaß der Hochwasser-Katastrophe in Bayern und Sachsen. Zehntausende Menschen sind von den Überflutungen betroffen und verloren Hab und Gut. Noch gibt Foto: Georg Schmitz
5670894.jpg
75 000 Sandsäcke wurden zentral bei der Leitstelle in Erkelenz angeliefert (oben). Und in Herzogenrath wurden bei der Spedition Leo tausende Sandsäcke geladen. Foto: Spedition Leo Robertz

Geilenkirchen/Kreis Heinsberg. Seit Tagen zeigen die Bilder das erschreckende Ausmaß der Hochwasser-Katastrophe in Bayern und Sachsen. Zahlreiche Hilfsprojekte sind in unserer Region angelaufen – dazu zählt eine gemeinsame Aktion von Kommunen und Organisationen aus dem Kreis Heinsberg. „Alle Kommunen, das Technische Hilfswerk und der Nato E-3A-Verband haben Kontingente von Sandsäcken bereitgestellt“, sagt der Pressesprecher des Kreises Heinsberg, Ulrich Hollwitz.

75.000 Sandsäcke seien zentral bei der Leitstelle in Erkelenz angeliefert worden. Von dort wurden die Säcke inzwischen mit mehreren Lastkraftwagen zur Berufsfeuerwehr nach Köln gebracht, die wiederum den weiteren Transport von mehreren hunderttausend Sandsäcken nach Magdeburg organisiert. Der Awacs-Verband in Geilenkirchen-Teveren hat mit 20 000 Sandsäcken einen „riesigen Batzen“ beigesteuert. Oberstleutnant Uwe Schulz von der Base Support Division konnte die am Donnerstag eingegangene Anfrage von Seiten des Kreises Heinsberg positiv beantworten. „Die Nato gab sofort Grünes Licht für die Hilfsaktion und unterstützt sie ohne Vorbehalt“, so Schulz. Beim Elbe-Hochwasser im Jahre 2002 war der Oberstleutnant hautnah dabei gewesen und hatte erlebt, welche Schäden eine solche Naturkatastrophe anrichten kann.

Damals seien die Sandsäcke schnell ausgegangen. „Das habe ich noch in Erinnerung und deshalb bin ich froh, dass wir im aktuellen Fall schnell helfen können“, so Schulz. Auch in der Städteregion Aachen sind inzwischen Hilfsaktionen angelaufen. Auf dem Gelände der Herzogenrather Spedition Leo Robertz wurden am Freitag Tausende Sandsäcke verladen. Ziel ist die Stadt Magdeburg. Die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts stemmt sich mit allen Kräften gegen die Hochwasserfluten der Elbe. Den Prognosen zufolge wird der Pegel am kommenden Sonntag die vorläufige Höchstmarke erreichen. Der dortige Oberbürgermeister Lutz Trümper hatte deshalb am Freitag Katastrophenalarm ausgelöst.

Um Deiche zu sichern und Wälle zu errichten wurden über die Kölner Bezirksregierung auch in der Aachener Region Sandsäcke angefordert. Etwa 1000 Säcke bereits gefüllt Kreisbrandmeister Bernd Hollands hat den Transport in Aachen koordiniert: „Drei Fahrzeuge der Spedition haben in Abstimmung mit der Bezirksregierung weitere Sandsäcke in Köln geladen, so dass die Sattelzüge mit etwa 450.000 Sandsäcken und einer Füllmaschine unterwegs nach Magdeburg sind“, erklärt Hollands. Etwa 1000 Säcke wurden bereits gefüllt und können unmittelbar zum Bau von Wasserbarrieren eingesetzt werden. Spediteur Robertz, selbst aktiver Feuerwehrmann, hat den Transport uneigennützig übernommen. Auch ein Sattelzug aus dem Kreis Düren ist unterwegs nach Sachsen-Anhalt.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert