Bergheim - Haus stürzt ein: 37-Jährige schwer verletzt

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Haus stürzt ein: 37-Jährige schwer verletzt

Von: Elke Silberer, dpa
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Eine 37 Jahre alte Frau ist am Dienstag beim Teileinsturz des Einfamilienhauses verschüttet und schwer verletzt worden. Foto: ddp

Bergheim. Eine 37-jährige Frau ist am Dienstag in Bergheim bei Köln schwer verletzt aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses gerettet worden. „Wir haben Hinweise, dass es in dem Haus zu einer Explosion gekommen ist”, sagte Polizeisprecher Jörg Leinen. Hilfskräfte befreiten die in ihrem Schlafzimmer verschüttete Frau in einem riskanten Manöver.

In dem Einfamilienhaus lebten drei Menschen, die Frau war aber zum Unglückszeitpunkt allein. Die Ruine in der Siedlung Bergheim-Oberaußem sollte abgerissen werden.

Das Unglück überraschte die Frau im Schlaf. Eine Giebelhälfte des Backsteinhauses krachte gegen halb fünf morgens in ihr Schlafzimmer und begrub die Frau unter sich. „Nur der Kopf schaute noch aus den Trümmerteilen hervor”, sagte Feuerwehrsprecher Peter Kreuthmann.

Nachbarn hatten in der kleinen Wohnstraße einen Knall gehört und Alarm geschlagen. Fenster und Türen waren aus dem schmucken Einfamilienhaus herausgeflogen, Scherben und Trümmerteile lagen draußen herum. Die Polizei deutete das als Hinweise auf eine Explosion. Außerdem gab es Gasflaschen im Haus, mit dem wohl ein Ofen betrieben wurde. Ein Sachverständiger begann Stunden später mit seiner Arbeit, um Klarheit über die Ursache zu bekommen.

Die Ruine drohte einzustürzen. Niemand von den Rettungskräften wusste im ersten Moment, wie viele Opfer es tatsächlich gab, wie viele von den drei dort gemeldeten Menschen tatsächlich zu Hause waren. Die Wehrleute hatten keine andere Chance, sie mussten rein. „Einige Feuerwehrkameraden sind vorgegangen unter Einsatz ihres Lebens, weil von außen eine Rettung unmöglich gewesen wäre”, sagte Kreuthmann. Im Obergeschoss fanden sie die ansprechbare Frau, das einzige Opfer.

Mit Spezialgerät hoben die Helfer die schweren Trümmerteile auf dem Körper an - über ihnen das bedrohliche Szenario einer herunterhängenden Zimmerdecke. „Mit bloßen Händen haben sie Steine und alles beiseite gerückt und die Frau herausgezogen”, sagte der Feuerwehrsprecher. Die Aktion dauerte eineinhalb Stunden. Am Vormittag kam eine erleichternde Nachricht aus dem Aachener Klinikum: Die Frau sei außer Lebensgefahr.

Es war pures Glück, dass nur sie verletzt wurde. Die beiden anderen Mitbewohner - eine Frau und ein Mann - waren wie die von der Mutter getrennt lebende zehnjährige Tochter zum Unglückszeitpunkt ebenfalls nicht da. Den Hausbesitzer erreichte die Polizei in Spanien. Er machte sich direkt auf den Weg nach Hause. Das Haus ist nun so baufällig, dass es Stück für Stück abgetragen wird.
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