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Hambacher Forst: Massive Proteste im Rheinischen Revier

Von: gego
Letzte Aktualisierung:
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Menschenkette vorm Tagebau Hambach: An der ersten Aktion „Rote Linie“ vergangenen Oktober nahmen mehr als 1000 Menschen teil. Am Sonntag soll nun eine neue „Rote Linie“ gebildet

Merzenich. Die Bürgerinitiative „Buirer für Buir“ und der Aachener Waldführer Michael Zobel rufen zu einer Protestveranstaltung am Sonntag gegen die weitere Rodung des Hambacher Forstes auf. Ziel sei, eine möglichst lange Menschenkette entlang der Rodungskante zu bilden, die sogenannte rote Linie, wie die Bürgerinitiative mitteilt.

Deswegen werden alle Teilnehmer gebeten, rote Kleidung, rote Kopfbedeckungen und andere Textilien in roter Farbe mitzubringen. Die Aktion soll im Rahmen der Führung von Michael Zobel durch die Reste des Hambacher Forsts stattfinden. Die Veranstalter teilten mit, dass Hunderte Menschen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden erwartet werden.

Bei der ersten Rote-Linie-Aktion im Oktober nahmen nach Angaben der Polizei mehr als 1000 Menschen teil. Genutzt hat es wenig, denn RWE als Betreiber des Tagebaus Hambach setzte die Rodungen im Hambacher Forst wie geplant fort. Treffpunkt ist um 12 Uhr am Parkplatz Manheimer Bürge. Die Straße zum Parkplatz wird entgegen anderslautender Gerüchte wie gewohnt befahrbar sein, wie RWE-Sprecher Lothar Lambertz am Freitag mitteilte.

Unterdessen kündigte am Freitag das Aktionsbündnis „Ende Gelände“ für August und November „Massenaktionen zivilen Ungehorsams im rheinischen Braunkohlerevier“ an. Im November findet in Bonn die UN-Klimakonferenz statt, das Aktionsbündnis kündigte an, dass „Tausende Aktivisten aus ganz Europa die Tagebau-Infrastruktur blockieren und damit für eine gerechte Energiepolitik eintreten“ wollten.

Bei der „Ende Gelände“-Aktion im Sommer 2015 waren 1500 Menschen nach Erkelenz gekommen, 805 drangen am 15. August in den Tagebau Garzweiler ein und legten ihn für Stunden lahm. Waldführer Zobel formulierte vergangenen Dezember das Ziel, 10.000 Teilnehmer für die „Ende Gelände“-Aktion vom 24. bis 29. August im Rheinische Revier mobilisieren zu wollen.

„Ende Gelände“-Aktionen findet im jährlichen Wechsel zwischen dem Braunkohlerevier in der Lausitz und dem Rheinischen Revier statt. In die Lausitz kamen im Frühjahr 2016 nach Angaben des Aktionsbündnisses mehr als 4000 Aktivisten. 

Weitere Informationen zur Veranstaltung sind unter www.buirerfuerbuir.de oder per E-Mail unter info@zobel-natur.de zu bekommen. 

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