Haftstrafen für Betreiber von Cannabisplantagen

Von: dpa
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Bonn. Sie bauten sieben Cannabisplantagen innerhalb von zwei Jahren und betrieben sie professionell: Am Mittwoch hat das Bonner Landgericht am Mittwoch zwölf Angeklagte wegen banden- und gewerbsmäßigen Drogenhandels verurteilt.

Der 37-jährige Initiator und Kopf der Bande, der im Jahr 2006 das florierende System aufgebaut hatte, muss sieben Jahre und neun Monate in Haft. Die elf Mittäter im Alter zwischen 26 bis 56 Jahren wurden zu Haftstrafen zwischen zwei und fast sechs Jahren Haft verurteilt. Die Strafe für die einzige Frau (26) der Bande wurde gegen eine Geldauflage von 1000 Euro zur Bewährung ausgesetzt.

Die so genannten Indoor-Plantagen versteckten sich in einer Gewerbehalle in Wermelskirchen, in einem ehemaligen Schwimmbad in Windeck oder einer angemieteten Lagerhalle in Eitorf. In Much, Ruppichteroth und Lohmar wurden private Häuser oder Grundstücke umgerüstet. In Morsbach wurde eigens ein Haus gekauft und aufwändig für eine weitere Cannabisplantage umgebaut.

Bei einer flächendeckenden Razzia im November 2008 war die Cannabis-Bande aufgeflogen. Sichergestellt wurden damals 200 Kilo Marihuana sowie 8700 Cannabispflanzen. Den Umsatz hatten die Ermittler auf knapp eine Million Euro errechnet. Alle Angeklagten sind geständig. Für den Haupttäter, der kürzlich erst vom Landgericht Köln einschlägig zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde, haben die Bonner Richter zudem die Unterbringung in eine Entziehungsanstalt angeordnet. Zwei der zwölf Plantagenbetreiber sind drogensüchtig.

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