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Haft für Einbruchserie mit 300.000 Euro Schaden

Von: dpa
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Köln. Wegen einer Einbruchserie mit einem Gesamtschaden von 300.000 Euro hat das Landgericht Köln einen Angeklagten zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Der vielfach einschlägig vorbestrafte Mann war meist in Firmen eingebrochen und hatte dort in erster Linie hochwertige Motorsägen und elektrische Gartengeräte entwendet.

Die Richter verurteilten den gelernten Heizungsbauer am Freitag wegen Diebstahls, Urkundenfälschung und Brandstiftung zu drei Jahren und zehn Monaten Haft. Der Mann war bei seinen Beutezügen von April 2007 bis Dezember 2008 im Rheinland, in der Eifel, im Bergischen Land und Westfalen unterwegs.

Der 52-Jährige stahl auch zwei Autos, die er später anzündete, um Spuren zu verwischen. Bei zwei Einbrüchen in einer Euskirchener Firma ließ er Modelleisenbahnen im Wert von rund 52.000 Euro mitgehen. Abnehmer des Diebesguts war regelmäßig ein Hehler in Duisburg.

Zum Teil verkaufte der Angeklagte seine Beute aber auch über das Internet. Der Gesamtschaden betrug laut Gericht rund 300.000 Euro, der geschätzte Gewinn für den Einbrecher lag bei 90.000 Euro. Mit dem Urteil entsprach das Gericht der Forderung des Staatsanwalts.

Die Richter hielten dem Angeklagten zugute, dass er bereits im Ermittlungsverfahren erheblich mehr Straftaten gestanden habe, als man ihm nachweisen konnte. Der Mann habe den glaubhaften Eindruck vermittelt, dass er sein umfassendes Geständnis als „Lebensbeichte” begreife und nun Schluss mit seiner kriminellen Laufbahn machen wolle. Er hat 25 Vorstrafen und verbrachte bereits 18 Jahre seines Lebens im Gefängnis.

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