Großrazzia: Drogenbande zerschlagen

Von: heck
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Illegaler Hanfanbau: Unter Speziallampen wachsen diese Cannabispflanzen in einer versteckten Plantage. Archivfoto: dpa

Lüttich/Maastricht. Bei einer grenzübergreifenden Großrazzia in Belgien und den Niederlanden ist am Montag eine internationale Drogenbande verhaftet worden. Rund 200 Polizeibeamte spürten mehrere Plantagen mit vielen Tausend Cannabispflanzen auf und verhafteten 24 Verdächtige. Die Behörden ermitteln außerdem in Richtung Menschenhandel.

Wie die Staatsanwaltschaft Maastricht berichtete, schlugen die Fahnder gleichzeitig an rund 20 Orten in beiden Ländern zu. Durchsucht wurden unter anderem Wohnungen und Lagerhallen in Lüttich, Huy, bei Genk und in der Nähe von Antwerpen sowie in den niederländischen Provinzen Limburg und Brabant.

Bei der Razzia fanden die Polizeibeamten in vier Plantagen in Belgien und einer in den Niederlanden zusammen rund 9000 Cannabispflanzen. Insgesamt wurden 18 Verdächtige in Belgien und sechs weitere in den Niederlanden festgenommen. 15 davon seien Vietnamesen gewesen, zwei Belgier, vier Niederländer, zwei Bulgaren und ein Rumäne. Weitere Ermittlungen laufen.

Gegen die Bande wurde bereits seit März 2012 von Polizeieinheiten in Lüttich und Limburg ermittelt. Im September 2012 wurde dann eine Internationale Spezialeinheit eingerichtet. Mehrere Hanfplantagen seien seitdem aufgespürt und verdächtige Personen verhaftet worden, die mit der jetzt zerschlagenen Organisation in Verbindung standen.


Die für die Pflege der Plantagen angeheuerten Vietnamesen stammen den Angaben zufolge aus Berlin. Es bestehe die Möglichkeit, dass einige von ihnen ausgenutzt wurden und nicht zu den Organisatoren des Drogenanbaus gehörten. Die Behörden prüfen, ob Menschenhandel und illegale Beschäftigung vorliegen.

Auch die Rolle einer 48-jährigen Niederländerin soll genauer untersucht werden, die mehrere der für den Hanfanbau genutzten Räumlichkeiten angemietet hatte.


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