Aachen - Großes Feuer hat eine kleine Ursache

Großes Feuer hat eine kleine Ursache

Von: Holger Richter und Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
lichtenbusch
Die Raststätte in Lichtenbusch war komplett abgebrannt. Jetzt steht fest, dass Reinigungsarbeiten an einer Fritteuse die Ursache für das Feuer waren. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Rauchsäule, die sich um kurz nach 17 Uhr am Dienstagnachmittag über Lichtenbusch erhob, war so gewaltig, dass sie bis Stolberg zu sehen war. Doch die Ursache für diesen gewaltigen Qualm war einigermaßen klein: „Um 17.05 erreichte uns die Meldung eines Fritteusenbrandes in der Autobahnraststätte Lichtenbusch”, berichtete Max Nüßler.

Doch schon auf dem Weg von der Hauptwache der Aachener Berufsfeuerwehr über die Monschauer Straße zur deutsch-belgischen Grenze wurde dem Einsatzleiter der Feuerwehr und seinen Kollegen wegen der gewaltigen Rauchentwicklung klar, „dass es sich nicht mehr um einen entstehenden Brand handeln konnte”. Dass er damit Recht hatte, stellte sich nur wenige Minuten später beim Eintreffen am Einsatzort heraus. Da brannte nämlich schon der Dachstuhl des eingeschossigen Gebäudes lichterloh.

Zum Glück seien zu diesem Zeitpunkt keine Personen mehr in der Raststätte gewesen, so Max Nüßler, „daher haben wir zunächst zwei Trupps zur Brandbekämpfung von innen ins Gebäude geschickt”. Doch dort blieben die Wehrleute nicht lange. „Der Dachstuhl begann, instabil zu werden”, berichtete der Einsatzleiter weiter, „also haben wir die Leute wieder herausgeholt und unter anderem mit zwei Hubwagen einen massiven Angriff von außen gestartet.”

Und dieser Angriff war erfolgreich. „Gegen 17.30 Uhr hatten wir das Feuer unter Kontrolle”, lautete das beruhigende Fazit des Einsatzleiters. Beendet war der Einsatz der Löschzüge der Hauptwache und der Wache Süd sowie der Freiwilligen Feuerwehrleute aus Sief damit allerdings noch lange nicht. An vielen Stellen im Gebäude loderten auch danach noch helle Flammen auf. „Wir werden jetzt die Dachhaut entfernen, um nach weiteren Glutnestern Ausschau zu halten”, erklärte Max Nüßler das weitere Vorgehen. Diese Arbeiten zogen sich bis in den Abend hinein.

Doch nicht nur die Wehrleute hatten bei mehr als 30 Grad Lufttemperatur alle Hände voll zu tun. Im Einsatz waren auch Polizisten des Präsidiums Aachen, der Autobahnpolizei sowie der Bundespolizei. „Die Zuständigkeit liegt aber beim Präsidium in Aachen”, erklärte Karl-Heinz Tirol, da sich die Raststätte auf Aachener Gebiet befinde. Hätte sich der Brand nur wenige Meter entfernt auf der Fahrbahn entwickelt, „dann wäre die Autobahnpolizei zuständig gewesen”, so der Einsatzleiter der Polizei.

Die Fahrbahn selbst war aber sehr wohl betroffen von dem Brand. Denn wegen der starken Rauchentwicklung musste die Autobahn in Fahrtrichtung Deutschland für rund zehn Minuten gesperrt werden, entsprechende Rückstaus waren die Folge. Doch schon kurz nach Aufhebung der Sperrung lief der Verkehr von Belgien nach Deutschland wieder flüssig.

„Bei den Arbeiten der Polizei haben sich allerdings drei Beamte der Bundespolizei verletzt”, berichtete Karl-Heinz Tirol. Sie seien mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Zur Brandursache konnte Tirol nur so viel sagen: „Es ist ein Fritteusenbrand gemeldet worden. Ob das stimmt, ermitteln jetzt die Kollegen der Kriminalpolizei.”

Schon vor Ort, rund eine Stunde nach der Brandmeldung, begannen diese damit, Zeugen zu vernehmen. Zu diesem Zeitpunkt war die Rauchsäule allerdings nicht mehr bis Stolberg zu sehen.
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