Köln - Glockenspiel im Kölner Ratsturm spielt jetzt auch Stockhausen

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Glockenspiel im Kölner Ratsturm spielt jetzt auch Stockhausen

Von: ddp
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Köln. Nach rund vier Monaten Pause wird am Montag (6. Juli, 15.30 Uhr) das historische Glockenspiel im Kölner Ratsturm wieder in Betrieb genommen. Dabei werden erstmals auch Werke des zeitgenössischen Komponisten Karlheinz Stockhausen (1928-2007) ins Repertoire aufgenommen, wie der Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte.

Köln sei damit die einzige Stadt in Deutschland, in der kontinuierlich und täglich „neue Musik” an einem öffentlichen Platz gespielt wird.

Nach dem Einsturz des Historischen Archivs am 3. März, bei dem zwei junge Männer getötet wurden, war das historische Glockenspiel im Ratsturm zunächst stillgelegt worden. Mit der Aufnahme von Stockhausen folge man jetzt einer Anregung des städtischen Kulturausschusses, hieß es. Der neue Spielplan enthält weiter traditionelle Volksweisen, klassische Melodien und als Besonderheit die Komposition „Tierkreis - 12 Melodien der Sternzeichen” von Stockhausen.

Die städtische Gebäudewirtschaft hat den niederländischen Glockenkundler Bert Augustus mit der Einrichtung der Melodien für das Rathausglockenspiel beauftragt. Es besteht aus 48 bronzenen Glocken, die 1958 vom Kölner Handwerk gestiftet wurden. Sie erklingen viermal täglich, je nach Anlass wechseln die Melodien. Derzeit umfasst das Repertoire 24 Stücke.

Um 9.00 Uhr soll das Glockenspiel mit „Die Gedanken sind frei” den Tag eröffnen. Um 12.00 Uhr wird ein Stück aus Karlheinz Stockhausens Werk „Tierkreis” gespielt. Drei Stunden später ertönen „Kölner Klassiker” mit Werken von Jupp Schmitz, „de Höhner” sowie der Bläck Fööss. Der Abschluss um 18.00 Uhr soll mit Kompositionen von Jacques Offenbach klassisch gestaltet werden.

Mit einem Gesamtgewicht von etwa 14 Tonnen hängen die 48 bronzenen Glocken auf zwei Etagen in der Spitze des Rathausturmes. Vor einiger Zeit wurden die Musikstücke digitalisiert, das bedeutet, dass das Glockenspiel heute von einem Computer in Gang gesetzt wird. Es ist jedoch grundsätzlich auch noch mit der Hand bespielbar.
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