Gestohlener „Achill” ist wieder auf dem Ponyhof

Von: Stefan Schaum
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Hier gehört er hin: Wilhelm Zintzen ist froh, dass Achill wohlbehalten zum Gut Kaisersruh zurückgekehrt ist. Foto: Stefan Schaum

Würselen/Aachen. „Achill” ist wieder da! Nur einen Tag, nachdem unsere Zeitung vom Diebstahl des Pferdes berichtet hat, ist der Wallach wohlbehalten auf den Ponyhof Gut Kaisersruh zurückgekehrt. „Das Wiedersehen war für mich ein unbeschreiblich schönes Gefühl”, sagt Gitte Czubayko, die ihn auf dem Gut Sonnenhof in Aachen-Hitfeld abgeholt hat.

„Er hat mich zur Begrüßung ganz freudig angewiehert - das war wie Weihnachten und Ostern zusammen.” Zu dem etwa 20 Autominuten entfernten Reiterhof hatte ihn einejunge Frau gebracht, die „Achill” am Nikolaustag für einen Ausritt auf dem Würselener Ponyhof entliehen hatte. Gitte Czubayko hatte ihr das 16-jährige Pferd gegeben. Heute weiß sie: „Es war keine spontane Idee, das Pferd zu behalten - dieser Diebstahl war geplant.” Denn bereits ein paar Tage zuvor hatte die junge Frau auf dem Reiterhof in Hitfeld eine Pferdebox angemietet.

Dessen Pächterin Tanja Walisko erinnert sich gut daran. „Sie hat mir gesagt, dass sie in ein paar Tagen die Stute einer Freundin bei mir unterstellen wolle. Die Freundin werde nach Australien reisen, solange könne sie sich um das Tier kümmern.” Als die Frau schließlich mit einem Wallach kam, hat Tanja Walisko gestutzt.

„Sie hat mir dann eine seltsame Geschichte erzählt. Es sei das Pferd einer anderen Freundin, doch deren Eltern dürften nichts davon wissen. Das Impfzeugnis des Tieres werde sie erst in ein paar Tagen vorzeigen können.” Der Argwohn war geweckt. „Als ich dann in der Zeitung von dem Diebstahl las, war mir klar, welches Pferd da steht.”

Bezahlt hat die Pferdediebin die Box im übrigen nicht. Tanja Walisko hofft auch nicht darauf, das Geld jemals zu sehen. „Hauptsache, das Pferd ist jetzt da, wo es hingehört.” Und für die junge Frau interessiert sich nun die Polizei. Sprecher Paul Kemen: „Die Kollegen suchen eine 19-jährige Schülerin aus Aachen.”

Sollte sie bei der Anmietung der Box ihre richtigen Personalien angegeben haben, werde sie wohl rasch gefunden sein. Ponyhofbesitzer Wilhelm Zintzen erwägt nun, eine private Strafanzeige zu stellen. Zwar ist er vor allem froh, „Achill” wieder in der Herde von gut 40 Tieren zu haben, „doch wer so etwas macht, der braucht einen Denkzettel!”
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