Düsseldorf - Gerichtsvollzieher versteigern Gepfändetes im Netz

Gerichtsvollzieher versteigern Gepfändetes im Netz

Von: dpa
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Düsseldorf. Gerichtsvollzieher versteigern immer öfter gepfändete Gegenstände auf einer Auktionsplattform der deutschen Justizministerien im Internet.

Das nordrhein-westfälische Ministerium rechnet für dieses Jahr mit einem Umsatz von rund 1,36 Millionen Euro durch solche Versteigerungen. Bundesweit sollen 2011 rund 2 Millionen Euro umgesetzt werden. Am häufigsten gingen auf der Plattform Elektronik und Kleidung über die virtuelle Bietertheke, berichtete eine Sprecherin am Freitag in Düsseldorf.

Nach einer Gesetzesänderung darf seit Anfang 2010 Gepfändetes im Internet versteigert werden. Das nutzen neben Gerichtsvollziehern, die für ihre Gläubiger verkaufen, auch Gerichte und Staatsanwaltschaften.

„Sie versteigern vor allem aussortierte Möbel und Hardware, Bücher aus den Bibliotheken oder gestohlene Gegenstände, die sich keinem Besitzer mehr zuordnen lassen”, sagte die Sprecherin. Die Erlöse der Behörden flössen in die Landeskasse. NRW-weit machen rund 950 Gerichtsvollzieher und 176 Behörden mit.

Bei dem bundesweiten Portal der Justizministerien sind nach Angaben der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei mittlerweile 34 000 Bieter angemeldet. Im Schnitt ersteigern sie pro Monat Gegenstände für rund 180 000 Euro.

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