Düsseldorf - Geplanter Mord an Taxifahrer und Vergewaltigung: Lange Haftstrafen

Geplanter Mord an Taxifahrer und Vergewaltigung: Lange Haftstrafen

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Düsseldorf. Mit bis zu fünf Jahren Jugendhaft hat das Düsseldorfer Landgericht den geplanten Mord an einem Taxifahrer und die Vergewaltigung einer geistig behinderten Rentnerin geahndet.

Zwei vorbestrafte 18 und 20 Jahre alte junge Männer erhielten je fünf Jahre Haft, ein 17-Jährige wurde zu drei Jahren verurteilt. Das Gericht sah die Tatvorwürfe der Vergewaltigung, Verabredung zum Verbrechen, Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung als erfüllt.

„Wir wollten den Taxifahrer überfallen. Wenn es nicht geklappt hätte, wollten wir ihm die Kehle durchschneiden”, hatte der 18-Jährige gestanden.

Eine Zivilstreife hatte Ende März die Täter beobachtet, als sie das Taxi auswählten, und waren ihm gefolgt. Die Polizisten hatten die Bluttat offenbar in letzter Minute vereitelt: Als sie das Taxi stoppten, saß der 20-jährige mutmaßliche Haupttäter den Beamten zufolge bereits mit Einweg-Handschuhen bekleidet und einem langen Küchenmesser hinter dem Fahrer.

Zuvor soll das Trio in eine Gartenlaube eingebrochen sein und dort eigens Messer für das Verbrechen an dem Taxifahrer scharf geschliffen haben. Mehrmals habe das Trio zudem, so die Anklageschrift, eine geistig behinderte Nachbarin in ihrer Wohnung bedrängt. Während sie es zunächst nur auf Inventar und Geld abgesehen hatten, soll das Trio die Frau schließlich vergewaltigt haben. Der Sohn der älteren Dame hatte Anzeige erstattet.

Die Verdächtigen wuchsen in Kinderheimen auf und haben keine Ausbildung. Sie waren alle geständig, gelten als „minder intelligent” und sozial gestört. Der 20-Jährige hat einen Intelligenzquotienten von 51. Die durchschnittliche Intelligenz liegt bei 100. Dennoch waren die Angeklagten als voll schuldfähig eingestuft worden. Er sei selbst geistig behindert und könne nur seinen Namen schreiben, hatte der 20-Jährige argumentiert.
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