Geldbuße für 69-Jährigen nach Streit um einen Hundehaufen

Von: ddp-nrw
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Düsseldorf. Weil er einen Nachbarn nach einem Streit um einen Hundehaufen mit Reizgas angegriffen hat, muss ein 69-Jähriger 1500 Euro Geldbuße zahlen. Das Düsseldorfer Amtsgericht stellte am Mittwoch sonst das Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Rentner ein.

Der ebenfalls 69-jährige Nachbar war infolge des Streits Anfang August 2007 aufgrund eines Risses der Bauchschlagader gestorben.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers hatte der Mann erhebliche Vorerkrankungen gehabt. Im Prozess habe nicht geklärt werden können, ob die „Gasattacke” für den Riss der Bauchschlagader ursächlich war. Deshalb sei das Verfahren „wegen geringer Schuld” letztlich eingestellt worden.

Der 69-Jährige hatte sich offenbar über die Art und Weise geärgert, wie sein gleichaltriger Nachbar einen Hundehaufen von der Wiese vor einem Mehrfamilienhaus im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk entfernt hatte. Die beiden Männer hatten sich daraufhin laut Ermittlungen zunächst einen verbalen Streit und anschließend eine handfeste Auseinandersetzung geliefert.

Dabei war auch ein Metallrechen zum Einsatz gekommen. Letztlich hatte der Rentner das Opfer mit CS-Gas besprüht, was für die Justiz ein „gefährliches Werkzeug” darstellte.

Von der Geldauflage in Höhe von 1500 Euro muss der 69-Jährige die Hälfte an die Hinterbliebenen des Opfers zahlen, die andere Hälfte fließt in die Staatskasse.
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