FuPa Freisteller Logo

Geisterfahrerunfall auf A4 fordert weiteres Opfer

Von: gego
Letzte Aktualisierung:
20170120140912_IMG_6872.JPG
Der Unfallverursacher war am 20. Januar frontal mit dem Auto eines 76-Jährigen kollidiert. Der Senior starb noch an der Unfallstelle, seine Beifahrerin, eine 59 Jahre alte Frau, erlag in der vergangenen Woche ihren Verletzungen.

Merzenich/Aachen. Der Falschfahrerunfall am 20. Januar auf der A4 bei Merzenich hat ein weiteres Opfer gefordert. In der vergangenen Woche erlag eine 59 Jahre alte Frau ihren schweren Verletzungen, wie die Aachener Staatsanwaltschaft am Freitag erklärte.

Die Frau saß während des Unfalls im Auto eines 76-Jährigen, der noch an der Unfallstelle gestorben war. Der 47 Jahre alte Unfallverursacher aus den Niederlanden dagegen überlebte den Unfall und liegt noch immer im Krankenhaus, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Der 47-Jährige war gegen 11.30 Uhr am 20. Januar, einem Freitag, über die Abfahrt Merzenich falsch auf die A4 aufgefahren. Er fuhr dem in Richtung Aachen rollenden Verkehr auf dem Standstreifen eine Zeit lang entgegen, dann zog er unvermittelt auf die Autobahn und kollidierte dort frontal mit dem Audi des 76-Jährigen.

Im Laufe der Ermittlungen fand die Polizei einen Abschiedsbrief des 47-Jährigen auf dem Beifahrersitz seines Autos. Die Ermittler gehen deswegen davon aus, dass der 47-Jährige sich selbst töten wollte. Die Polizei konnte bislang noch nicht mit dem 47-Jährigen sprechen, er ist nicht vernehmungsfähig.

Dennoch hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen zweifachen Mordes gegen den Mann eingeleitet. Zwei Tage später fuhr ein Mann an der gleichen Stelle falsch auf die A4 auf, am 22. Januar gegen 0.15 Uhr, einem Sonntag. Die Polizei konnte die Autobahn rechtzeitig sperren, der Vorfall blieb folgenlos.

Am Tag darauf wurde das Auto des Fahrers in Bergheim sichergestellt. Die Autobahnpolizei Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen 43 Jahre alten Mann wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet, der in Ostbelgien lebt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Auch dieser Falschfahrer konnte bislang noch nicht vernommen werden. 

Leserkommentare

Leserkommentare (8)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert