Fünfeinhalb Jahre Haft für angehenden Juristen

Von: dpa
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Bonn. Mit einem einfachen Trick hatte ein Jura-Student die Konten fremder Leute geplündert und am Ende knapp 43.000 Euro abgeräumt.

Das Bonner Landgericht hat den 28-jährigen Angeklagten aus Siegburg am Freitag wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 56 Fällen - darunter sieben Versuche - sowie Urkundenfälschung zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Der Angeklagte hatte Überweisungsträger mit Kontodaten fremder Personen ausgefüllt und sie mit gefälschter Unterschrift an Bekannte überwiesen, die ihr Konto und Pinnummer für die Manipulation zur Verfügung gestellt hatten. Dafür sollten sie jeweils ein Drittel des überwiesenen Betrags erhalten.

Die Kontodaten stammten von einer Liste aus einem Callcenter, die ein Komplize dem Studenten besorgt haben soll. Benutzt aber wurden auch die Kontodaten des Vermieters oder die Bankdaten eines Nachbarn, bei dem der Student das Haus gehütet hatte.

Den größten Schaden haben jetzt diejenigen, die ihre Konten zur Verfügung gestellt hatten: Durch Rückbuchung der ursprünglich überwiesenen Beträge blieben sie auf dem Minus hängen. Sie müssen jetzt ebenfalls mit einem Strafverfahren rechnen.

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