Aachen - Früherer Aachener Schulrat muss neue Stelle antreten

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Früherer Aachener Schulrat muss neue Stelle antreten

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Fall des vorübergehend suspendierten Aachener Schulrats Norbert Greuel ist vorläufig entschieden. Greuel, 62, soll als Fachberater für Inklusion für die Bezirksregierung Köln arbeiten.

Die Bezirksregierung hatte den bis dahin für die Förderschulen in der Städteregion Aachen zuständigen Schulrat Ende September suspendiert, im Dezember war die Suspendierung wieder aufgehoben worden. Als Schulrat ließ die Bezirksregierung Greuel allerdings nicht wieder arbeiten. Gegen seine Abordnung Anfang des Jahres klagte Greuel vor dem Verwaltungsgericht Aachen.

Ende März kam es zu einer nicht-öffentlichen Erörterung am Gericht, zu der neben Greuel und seinem Anwalt Alfred Bongard fünf Angestellte der Bezirksregierung erschienen. Der Vorsitzende der 1. Kammer, Vize-Gerichtspräsident Markus Lehmler, attestierte der Bezirksregierung, trotz der großen öffentlichen Empörung im Fall Greuel gesetzeskonform gehandelt zu haben. Allerdings sagte Greuels Anwalt, Lehmler habe auch erklärt, es sei fragwürdig gewesen, wie die Bezirksregierung mit einem kritischen Brief von 20 Förderschulleitern umgegangen ist, man hätte die Angelegenheit auch anders handhaben können.

Die Suspendierung Greuels hatte in Zusammenhang mit diesem Brief gestanden, sechs Schulleitern hatte die Bezirksregierung eine Missbilligung in die Personalakte eingetragen. Die Richter schlugen eine gütliche Einigung vor: Greuel solle seine Klage gegen die Abordnung auf die neue Stelle zurückziehen, die Bezirksregierung solle im Gegenzug das Disziplinarverfahren gegen Greuel einstellen. Während Greuel zustimmte, lehnte die Bezirksregierung den Einigungsvorschlag der Richter ab. Danach zog Greuel seine Klage zurück.

Das Disziplinarverfahren gegen Greuel läuft weiter und wird nach Auffassung seines Anwalts „mit unüblich hohem Tempo vorangetrieben“. Die Bezirksregierung bestreitet dies und verweist auf den klaren Sachverhalt. Seine neue Stelle hat Greuel noch nicht angetreten, er ist schon seit längerer Zeit krankgeschrieben. Die Abordnung für seine neue Stelle gilt bis Mitte Mai. Wenn die Bezirksregierung dann eine neue Abordnung verfügen würde, wäre es denkbar, dass Greuel erneut Klage einlegt.

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