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Frauenleiche in Hotel: Gerichtsmediziner gehen von Mord aus

Von: dpa
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Düsseldorf. Bei dem mysteriösen Tod einer 47-jährigen Kauffrau aus München vor sechs Wochen in einem Düsseldorfer Hotel handelt es sich vermutlich doch um einen Mordfall.

Nach weitergehenden Analysen kamen Rechtsmediziner zu dem Schluss, dass die Verletzungen an der Leiche durch einen Unfall nicht zu erklären seien, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Düsseldorf mit.

Die Spurenlage vor Ort hatte zunächst auf einen Unfall schließen lassen. Doch die Rechtsmediziner waren zu dem Ergebnis gekommen, dass die Frau durch „stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Hals” umgebracht worden sei. Weil die meisten anderen Indizien gegen ein Verbrechen sprachen, hatten die Ermittler Zweifel am ersten Obduktionsergebnis bekommen.

Die ergänzenden Untersuchungen hätten dies nun aber bestätigt, hieß es nun. Das Gutachten gebe zudem Anlass zu weiteren Ermittlungen. Hierzu könnten jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen keine näheren Angaben gemacht werden.

Am Tatort waren weder Fingerabdrücke noch DNA-Spuren eines möglichen Täters entdeckt worden. Ein Sexualverbrechen konnte ausgeschlossen werden, Wertsachen fehlten nicht. Die Zimmertür war nicht aufgebrochen worden, auch Spuren eines Kampfes fanden die Ermittler nicht. Die Mordkommission war zunächst von einer Beziehungstat ausgegangen, hatte aber keinen Verdächtigen ermitteln können.

Die aus Düsseldorf stammende Angestellte hatte im Rheinland ihre Eltern besucht. Als sie zu einer Verabredung nicht erschienen war, hatte ihr 84-jähriger Vater eine Hotelangestellte gebeten, das von seiner Tochter angemietete Zimmer zu öffnen. Er stieß auf die Leiche und alarmierte die Polizei.

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