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Flick-Leiche: Ermittlungen gegen Anwalt wegen versuchter Erpressung

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Düsseldorf. Im Fall der gestohlenen Leiche des Multimilliardärs Friedrich Karl Flick ermittelt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gegen einen Nürnberger Anwalt wegen versuchter Erpressung.

Die Familie Flick hatte gegen den Juristen Strafanzeige stellen lassen. Der Anwalt hatte sich bei der Stiftung der Familie gemeldet und - angeblich im Auftrag eines anonymen Mandanten - über die Rückgabe des Sargs mit den Überresten Flicks gegen 100.000 Euro Belohnung verhandelt. Angeblich hatte er mit Hilfe einer Wahrsagerin die Leiche finden wollen, hieß es später, als die Flicks Anzeige erstattet hatten.

„Die Geschichte ist schon sehr merkwürdig, zumal diese Hellseherin bis heute unbekannt geblieben ist”, sagte Staatsanwalt Johannes Mocken am Montag auf Anfrage. Der Anwalt werde bald als Beschuldigter vernommen. In Düsseldorf ist die Flick-Privatstiftung ansässig. Der Sarg mit der Leiche des deutsch-österreichischen Unternehmers war Mitte November von einem Friedhof in Österreich gestohlen worden.

Der Nürnberger Anwalt hatte sich am 8. Dezember bei den Flicks gemeldet, wenige Tage nachdem die Familie 100.000 Euro Belohnung für Hinweise zum Verschwinden der Leiche ausgelobt hatte. Der frühere Chef des Flick-Konzerns starb am 5. Oktober 2006 im Alter von 79 Jahren.

Die Düsseldorfer Ermittler arbeiten mit der Polizei in Nürnberg und Österreich zusammen und hoffen auch, im Zuge der Ermittlungen die Leiche des einst reichsten Deutschen wiederzufinden. Der Name Flick war in den 1980er Jahren zum Synonym für einen der größten Politskandale in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands geworden. Der Konzern in Familienbesitz hatte 26 Millionen Mark an Parteien und Politiker „gespendet”.
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