Fahrer im Wahn: Gericht spricht „Drachenjäger” frei

Von: dpa
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Bonn. Auf der Jagd nach einem blauen Drachen hat ein Autofahrer mit Wahnvorstellungen bei Bonn einen Unfall verursacht. Das Bonner Amtsgericht sprach den verhinderten Drachentöter dennoch am Dienstag frei.

Wegen seiner akuten Psychose sei er schuldunfähig. Die Störung sei mit Hilfe von Medikamenten aber beherrschbar, in eine geschlossene Anstalt müsse er nicht, hieß es im Urteil. Vorsichtshalber zog das Gericht aber den Führerschein des Drachenjägers für eineinhalb Jahre ein.

Von Köln nach Königswinter war der 35-Jährige über Stock und Stein gefahren, um den Drachen zu erlegen. Er hatte dabei Verkehrsschilder niedergemäht und Zäune durchbrochen. Schließlich fuhr er ungebremst seitlich ins Auto einer 19-Jährigen, die Schnittwunden und einen schweren Schock erlitt.

Der Unfallfahrer konnte in einer nahe gelegenen Tankstelle mit nacktem Oberkörper und Sonnenbrille an einem Spielautomaten gestellt werden.

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