Exzellenzinitiative: RWTH weiter im Rennen

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RWTH in Aachen wird Elite-Universität
Die Technische Hochschule Aachen ist seit 2008 deutsche Elite-Universität. Foto: dpa

Aachen. In der ersten Vorauswahl für die zweite Phase der Exzellenzinitiative konnten sich drei von vier neuen Bewerbungen der RWTH Aachen durchsetzen.

Die Hochschule ist nun aufgefordert, bis zum 1. September Vollanträge für ein Exzellenzcluster (Forschungsverbund) „Nachhaltiges Bauen” zu stellen sowie für die Graduiertenschulen „Künftige Informationstechnologie” und „Multi-Media”.

Der Vorschlag für eine medizinische Graduiertenschule ging bei den Gutachtern der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrats nicht durch. „Mit diesem Ergebnis werden unsere hohen Erwartungen erfreulicherweise erfüllt”, kommentiert RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg das Ergebnis.

Neben diesen neuen Bewerbungen stellt sich die RWTH auch mit den bisherigen Exzellenzprojekten aus der ersten Phase - drei Cluster und eine Graduiertenschule - dem Wettbewerb der zweiten Phase.

Die eigentlichen Entscheidungen, welche Projekte genehmigt werden und welche Hochschule als Ganze exzellent wird - oder bleibt - fallen erst im Juni 2012. Chancen rechnen sich in Nordrhein-Westfalen auch die Unis von Bochum und Köln aus.

Zwei Elite-Unis könnten fallen

Aus der ersten Phase hat die RWTH eine Graduiertenschule (Computerwissenschaft) und drei Cluster (Produktionstechnik für Hochlohnländer, Mobile Kommunikation sowie Kraftstoffe aus Biomasse). Außerdem wird sie mit ihrem Zukunftskonzept „Globale Herausforderungen” als exzellente Hochschule gefördert. Dafür steht der inoffizielle Titel Elite-Uni. Insgesamt bekommt die TH für den Zeitraum 2006 bis 2012 Fördermittel von 180 Millionen Euro.

Um diese bestehenden Projekte weiter gefördert zu bekommen und um Elite-Uni zu bleiben, muss sie sich auch damit erneut dem Wettbewerb stellen. Dafür muss sie - wie alle bislang 85 geförderten Exzellenzeinrichtungen an 37 Hochschulen - bis zum 1. September ebenfalls regelrechte Anträge einreichen, zusammen mit den etwaigen Neuanträgen.

All diese Projekte werden bis zum Februar 2012 von internationalen Gutachtern geprüft. Die endgültigen Entscheidungen fallen im Juni 2012. Die Gewinner des Wettbewerbs werden ab November 2012 für fünf Jahre gefördert. 2,7 Milliarden Euro stehen dafür zur Verfügung, deutlich mehr als die insgesamt 1,9 Milliarden der jetzigen Phase. Der Bund trägt 75 Prozent, den Rest die Länder.
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