Ex-Unternehmer räumt illegale Müllentsorgung im großen Stil ein

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Köln. Ein ehemaliger Unternehmer hat vor dem Kölner Landgericht eingeräumt, im großen Stil Abfall illegal entsorgt zu haben.

„Mit tut es leid, dass ich nicht ordnungsgemäße Wege der Entsorgung ausgewählt habe”, sagte der wegen mehrerer Delikte Angeklagte am Freitag vor Gericht. Seine Verteidiger wollen nach dem Teilgeständnis nun prüfen lassen, ob die unter anderem in Kiesgruben abgekippten Abfälle gefährlich waren oder nicht.

Laut Anklage soll der 33-Jährige zerkleinerten und mit Schadstoffen belasteten Bauschutt unter harmlosen Abfall gemischt und so kostengünstiger entsorgt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann mehr als 1300 Fälle vor.

Die Anwälte des Beschuldigten erklärten, dass es wegen mangelnder Kapazitäten in Verbrennungsöfen und in Anlagen zur mechanisch- biologischen Behandlung Probleme bei der Müllentsorgung gab. Kleine Betriebe hätten kaum eine Chance gehabt, zu akzeptablen Preisen ihren Abfall zu entsorgen. Deshalb habe sich der angeklagte Ex-Unternehmer zum illegalen Handeln entschieden.

Damit soll der Angeklagte den Boden verschiedener Kiesgruben und anderer Grundstücke verunreinigt haben. Der Mann sitzt bereits seit Mai 2008 in Untersuchungshaft und hatte bisher zu den Vorwürfen geschwiegen.
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