Düsseldorf - Ex-Sparkassen-Chef sieht sich als Opfer einer Intrige

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Ex-Sparkassen-Chef sieht sich als Opfer einer Intrige

Von: dpa
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Düsseldorf. Der über die Affäre um Franjo Pooth gestürzte Düsseldorfer Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme sieht sich als Opfer einer Intrige.

Der verstorbene Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) habe die Ermittlungen gegen ihn angestoßen, sie dann medienwirksam inszeniert und im dritten Schritt seine fristlose Entlassung durchgesetzt, behauptete Humme am Mittwoch in Düsseldorf. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den Bank-Manager hatten nicht viel Belastendes ergeben und waren vor zwei Wochen eingestellt worden.

Offen sei, wie Erwin überhaupt an die sensiblen Informationen über das Pooth-Engagement gekommen sei, stichelt nun Humme. Er hatte zuvor bereits in einem offenen Brief schwere Vorwürfe gegen Erwin erhoben: Der Politiker habe die Politiker im Verwaltungsrat getäuscht, um seine fristlose Kündigung durchzusetzen.

Die Staatsanwaltschaft hatte Hummes Vorstandskollegen Karl-Heinz Stiegemann wegen Untreue angeklagt. Er soll Pooths inzwischen insolventer Firma „Maxfield” Kredite in Höhe von 9,4 Millionen Euro bewilligt und im Gegenzug einen Luxus-Fernseher erhalten haben. Humme hatte zwar von Pooth ebenfalls ein Fernsehgerät erhalten, es aber wenige Tage später abholen lassen und zurückgegeben.

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