Ex-Allkauf-Eigentümer sollen Steuern hinterzogen haben

Von: dapd
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Mönchengladbach. Wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Millionenhöhe müssen sich ab dem 17. November die vier früheren Eigentümer der Warenhauskette Allkauf vor dem Mönchengladbacher Landgericht verantworten.

Laut Staatsanwaltschaft hatte es beim Verkauf der in Mönchengladbach ansässigen Warenhauskette an den Metro-Konzern erhebliche Unregelmäßigkeiten gegeben. Wie das Landgericht am Dienstag mitteilte, sollen die Alteigentümer - vier Brüder - früheren Allkauf-Führungskräften geholfen haben, mehr als zwei Millionen Euro am Fiskus vorbei zu schleusen.

Das Brüder-Quartett war zwischen 1989 und 1998 Eigentümer der Allkauf-Warenhauskette. Das Unternehmen bestand aus mehr als 100 Warenhäusern, 90 Fotofachgeschäften, 150 Reisebüros und einer Fertighaus-Firma. Der Konzern wurde 1998 für rund 1,2 Milliarden Euro an die Metro AG verkauft, die Warenhäuser wurden anschließend in Real umbenannt.

Nach dem Verkauf sollen die Brüder einen illegalen Finanzpool bereitgestellt haben, um ehemalige Allkauf-Führungskräfte zu entschädigen. So sollen 13 ehemalige Prokuristen und Geschäftsführer Beträge zwischen 200.000 und 450.000 Euro erhalten haben. Diese Beträge wurden laut Staatsanwaltschaft allerdings als Schenkung oder Darlehen deklariert, um sie nicht als Arbeitseinkommen oder Abfindung versteuern zu müssen. Um die Machenschaften zu verschleiern, mussten die früheren Führungskräfte laut Ermittlungen Geheimhaltungsverpflichtungen unterschreiben.

Für den Prozess hat das Landgericht Mönchengladbach bereits jetzt eine Vielzahl von Verhandlungstagen bis Anfang 2012 terminiert. Den Brüdern drohen im Falle einer Verurteilung Bewährungs- oder Geldstrafen. Mit einem Urteil wird nicht vor Februar 2012 gerechnet.
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