Düsseldorf/Düren - Europaweite Drogenrazzia: Objekt in Düren durchsucht

Europaweite Drogenrazzia: Objekt in Düren durchsucht

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Düsseldorf/Düren. Bei einer internationalen Drogenrazzia haben Polizisten am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen 36 Objekte durchsucht, davon eines in Düren.

Nähere Angaben zu der Durchsuchung in Düren haben die Ermittler bislang nicht gemacht.

NRW-weit seien mehr als 130 Beamte im Einsatz gewesen, berichtete das Landeskriminalamt am Mittwoch in Düsseldorf.

Europaweit waren mehr als 1000 Polizisten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Slowenien ausgeschwärmt, um 300 Gebäude zu durchsuchen. Die Beschuldigten sollen seit 2007 die drogenähnliche Substanz Gamma- Butyrolacton (GBL) bezogen und zum Verkauf angeboten haben.

Die Substanz, die in der Industrie als Lösungsmittel eingesetzt wird, ist ein Vorprodukt für „Liquid Ecstasy”. Es gilt vor allem in Kombination mit Alkohol als sehr gefährlich. Bereits ein Milliliter ruft euphorische Gefühle hervor. Größere Mengen können zu Schwindel und Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma führen. In NRW wurden 15 Liter GBL gefunden und beschlagnahmt.

Anlass für die Durchsuchungen unter Federführung der Nürnberger Staatsanwaltschaft war ein Ermittlungsverfahren gegen einen 31- jährigen Chemiegroßhändler aus Bayern. Ihm wird zur Last gelegt, über mehrere Jahre GBL an zahlreiche Abnehmer verkauft zu haben. Weitere Informationen wollen die Behörden auf einer Pressekonferenz an diesem Donnerstag (14. Januar) in München geben.

In Nordrhein-Westfalen lag der Schwerpunkt der Durchsuchungen mit elf Objekten im Raum Köln. Außerdem waren Polizisten aus Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Gütersloh, Hagen, dem Hochsauerlandkreis, Mettmann, Mönchengladbach, Oberhausen, Lippe (Detmold), Minden, Siegburg, Siegen und Warendorf im Einsatz.
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