Maastricht - Euregio: Gemeinschaftsaktion gegen Drogentourismus bröckelt

Euregio: Gemeinschaftsaktion gegen Drogentourismus bröckelt

Von: dpa
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Maastricht. Die geplante Gemeinschaftsaktion gegen den Drogentourismus im niederländischen Grenzgebiet bröckelt. Sechs von acht Kommunen, die Anfang nächsten Jahres einen Kundenausweis für sogenannte Coffeeshops einführen wollten, seien vorläufig aus dem Projekt ausgestiegen, teilte die Stadt Maastricht am Mittwoch mit.

Die Kommunen reagierten damit auf die Absage des Innenministeriums, die Maßnahme mit neun Millionen Euro zu unterstützen, sagte der Sprecher des Maastrichter Bürgermeisters, Joep Delsing. Anfang Juni werde es ein weiteres Gespräch mit dem Ministerium geben. Notfalls würden Maastricht und Sittard-Geleen das Projekt aber alleine durchziehen.

Mit dem Nutzerausweis für Coffeeshop-Besucher wollten die Grenzkommunen zwischen Venlo und Kerkrade vor allem ausländische Kunden vom Marihuana-Einkauf an der Grenze abschrecken. Mit dem Ausweis kann der Inhaber zwar überall einkaufen, aber täglich nur drei Gramm. Die Kommunen kämpfen seit Jahren gegen den kriminellen Dunstkreis der Soft-Drogen-Branche mit illegalem Handel, Drogenanbau und Geldwäsche.

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