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Es geht exzellent weiter. Die Hochschulen atmen auf.

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
RWTH Aachen
Die RWTH Aachen kann auch über das Jahr 2017 hinaus mit einer besonderen Förderung der Spitzenforschung rechnen. Foto: dpa

Aachen. Die RWTH Aachen kann auch über das Jahr 2017 hinaus mit einer besonderen Förderung der Spitzenforschung rechnen. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK), also die für Wissenschaft und Forschung sowie Finanzen zuständigen Minister und Senatoren aus Bund und Ländern, verständigte sich am Donnerstag darauf, die Exzellenz-Initiative im Prinzip fortzuführen und dies „im selben Umfang“ finanziell zu fördern.

Ein Grundsatzbeschluss über eine neue Bund-Länder-Initiative als Nachfolgemodell wurde am Donnerstag geschlossen – auch wenn die notwendige formale Bestätigung dessen durch die Ministerpräsidenten erst am 11. Dezember folgen wird.

„Dies ist heute ein guter Tag für die Wissenschaft und vor allem die Universitäten“, erklärte RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg auf Anfrage. „Dieses Signal wird uns motivieren, über neue Forschungsansätze nachzudenken“, sagte er. Im Rahmen der Exzellenzinitiative werden seit 2006 herausragende Projekte, Graduiertenschulen und ganze Universitäten gefördert, bis 2017 sollen mehr als vier Milliarden Euro Fördergelder geflossen sein. Die RWTH zählt zu den maßgeblichen Profiteuren dieser Initiative. Wie genau die neue aussehen könnte, ließ die GWK-Vorsitzende, Bundeswissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU), am Donnerstag offen. Im Sommer 2016 will die GWK ein Konzept vorlegen.

Darüber hinaus einigte sich die GWK auf eine Fortführung des sogenannten Hochschulpaktes bis 2020 mit einem Finanzvolumen von 25,3 Milliarden Euro, der ausreichend Studienplätze finanzieren soll. Beigelegt wurde der Streit zwischen Bund und Ländern um die Programmpauschalen, also der Nebenkostenpauschale, die Hochschulen bei Projekten, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert werden, erhalten. Die Pauschale wird 2016 von 20 auf 22 Prozent der DFG-Fördersumme angehoben, das Land zahlt die zusätzlichen zwei Prozentpunkte. Für die RWTH bedeutet dies, so Schmachtenberg, drei Millionen Euro mehr, die für die Infrastruktur und zur Deckung laufender Kosten wie beispielsweise der Stromrechnung eingesetzt werden können. „Das hilft uns sehr, wir sind richtig erleichtert“, betonte der Rektor. Denn auch das Aus für die Pauschale schien im Vorfeld möglich.

Der Pakt für Forschung und Innovation mit der DFG sowie Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft, sowie Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft wird gestärkt. Ab 2016 gibt es jährlich drei Prozent mehr Mittel für die Forscher – in Aachen sind außer der Max-Planck-Gesellschaft alle vertreten.

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