Erstochene Tamara wollte sich trennen

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen. Unter Tränen haben am Freitag vor dem Aachener Landgericht die Angehörigen der am 22. Dezember 2009 vor dem Würselener Krankenhaus erstochenen Tamara B. ausgesagt.

Familienangehörige und Freunde der mutmaßlich von ihrem Mann getöteten jungen Frau sagten aus. „Sie war so lieb”, sagte die 18-jährige Freundin Michelle G. aus Eschweiler. „Die beiden hatten meistens Streit, sie kam manchmal mit blauen Flecken zu mir.” Denis B. (24), sei rasend eifersüchtig gewesen, zuletzt habe sie nicht einmal mehr mit Freundinnen ausgehen dürfen.

„Ich konnte ihn nie leiden”, bekannte der Vater der Toten offen und ehrlich. Er beschrieb, alle hätten seine Tochter von der Eheschließung mit dem vorbestraften Bankräuber - und aktuell wegen einer Messerattacke auf einen Spielhallengast in Eschweiler Angeklagten - gewarnt.

In den Wochen vor der Tat hatte sie nach Aussage eines Arbeitskollegen wohl bereits beschlossen, sich nach jenem Gerichtsverfahren endgültig von dem überaus eifersüchtigen Mann scheiden zu lassen. Die Emotionen am Wochenende vor ihrem Tod kochten hoch. Der Bruder berichtete am Freitag, dass sie „zum x-ten Mal” zurück zu den Eltern gezogen sei. „Wir hörten sie mit ihm abends am Telefon streiten.”

Der Prozess geht Donnerstag weiter.
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