Erster barrierefreier Wanderweg im Nationalpark

Von: (gego=
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Entspannung auf der sogenannte
Entspannung auf der sogenannten Sinnesliege: Umweltminister Johannes Remmel (im Anzug), Nationalpark-Chef Henning Walter (hinten rechts) und seine Mitarbeiter Michael Lammertz und Sylvia Montag) auf dem barrierefreien Wanderweg Wilder Kermeter. Foto: Guido Priske

Heimbach. Eigentlich hatte der Minister nur ganz kurz bleiben wollen, warme Worte, Hände schütteln, Abmarsch - aber weil alles so schön und so freundlich und das Wetter so gut war, ist er einfach noch ein bisschen mitgewandert.

Johannes Remmel (Grüne), Umweltminister in Nordrhein-Westfalen, hat am Donnerstagvormittag den ersten barrierefreien Wanderweg im Nationalpark Eifel eröffnet, und weil er das erste Mal seit seiner Amtsernennung vor knapp einem Jahr im Nationalpark war, ist er halt noch was geblieben.

Für etwa eine Million Euro haben Nationalparkverwaltung und Naturpark Nordeifel das 4,7 Kilometer lange Wegenetz zwischen Parkplatz Wilder Kermeter, gelegen unterhalb der Abtei Mariawald an der kurzen Landstraße 15, und dem Aussichtspunkt Hirschley gewaltig saniert und modernisiert.

Der alte Asphalt ist dort, im nördlichen Teil des Nationalparks, nicht mehr da und wurde durch feinen Schotter ersetzt. Hinweistafeln sind in bewusst leichter Sprache verfasst, zudem ist alles in Blindenschrift ertastbar. Alle 250 Meter steht eine Bank, zusätzlich gibt es entlang des Weges drei sogenannte Sinnesliegen, die Wanderer für einen anderen Blick auf den Nationalpark sensibilisieren sollen, nämlich den Blick in die Wipfel der Rotbuchen.

Das ist ja schon mal was

Die Wege sind rollstuhlgerecht und für Blinde geeignet. Umso mehr, als nicht nur Förster und Verwalter einen theoretisch barrierefreien Weg streng nach Vorschrift hergerichtet haben, sondern Menschen mit Behinderungen in Planung und Umsetzung einbezogen worden sind. Das Ergebnis ist zwar nicht perfekt, sagten bei der Eröffnung einige anwesende behinderte Menschen, aber doch sehr gut und ambitioniert, und das ist ja schon mal was.

Der Aussichtspunkt Hirschley, von dem aus sich ein phantastischer Blick über den Rursee bietet, ist das eine Ziel des neu gestalteten Weges, der Aussichtspunkt Vogelsang-Blick das zweite. Von diesem aus schaut man über den Urftsee hinweg auf die frühere nationalsozialistische Ordensburg Vogelsang, in der zurzeit an einer neuen Dokumentation und Dauerausstellung gearbeitet wird. Am Parkplatz Kermeter befindet sich eine barrierefreie Toilettenanlage, am Parkplatz ist auch der Startpunkt der Rangerführungen, die jeden Sonntag um 13 Uhr beginnen und keiner vorherigen Anmeldung bedürfen. Außerdem sind sie kostenlos.
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